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Sonntag, 26 September 2021
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Australien: Probanden positiv auf HIV getestet, Entwicklung Corona-Impfstoff gestoppt

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Bekomme ich durch eine „Corona-Impfung“ HIV? Nein, hier wurde ein bisschen was durcheinander geworfen.

Wir erhalten aktuell einige Anfragen zum Thema Australien und Corona-Impfstoff. So kursiert das Gerücht, „Australien habe die Corona Impfung gestoppt, da Probanden positiv auf HIV getestet wurden“.

Hört man diese Behauptung, schürt dies natürlich die Angst, dass man durch eine Impfung mit dem HI-Virus infiziert werden könnte.

Der Faktencheck

Die Formulierung ist aber nicht ganz korrekt, denn kein Proband hat die Krankheit durch die Impfung bekommen. Es handelt sich um falsch angezeigte Ergebnisse von lokal produziertem Impfstoff gegen SARS-CoV-2.

Nachdem Versuche gezeigt hatten, dass der Impfstoff eine HIV-Diagnose beeinträchtigen könnte, hat die Regierung die Produktion gestoppt und stattdessen zusätzliche Dosen von Konkurrenz-Herstellern sichergestellt.

Laut Reuters wurde der Impfstoff von der University of Queensland (UQ) und der Biotech-Firma CSL entwickelt. Dem Hersteller zufolge verzichtete man auf die zweite und dritte Test-Phase, da die Antikörperantwort auf einen Bestandteil des Impfstoffs sich dann in falsch positiven HIV-Testergebnissen ergebe. Also eine Art „Fehlalarm“ auslöse. Eine Nachbesserung könnte bis zu 12 Monate dauern.

CSL, das einen Vertrag über die Produktion von 51 Millionen Dosen des UQ-Impfstoffs hatte, wird stattdessen weitere 20 Millionen Dosen des Oxford-Impfstoffs produzieren. Dieser wird zusammen mit der britischen Firma AstraZeneca entwickelt, womit sich die Gesamtzahl auf 53 Millionen erhöht.

Die Regierung sagte zudem, dass auch zusätzliche Dosen von Novavax-Impfstoffen gesichert wurden sowie ein Vertrag über 10 Millionen Dosen eines Impfstoffs, der von Pfizer entwickelt wird und dessen Zulassung bis Januar 2021 erwartet wird.

Fazit:

Ja, Australien hat die Produktion eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 eingestellt. Durch das Gerücht könnte man meinen, das Serum habe bei einem Testkandidaten HIV ausgelöst – das ist nicht richtig.

Ein Bestandteil des Impfstoffes führte zu falschen HIV-Ergebnissen – also eine Art „Fehlalarm“.

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Quellen: Reuters, Pharmazeutische Zeitung
Artikelbild: Novikov Aleksey / Shutterstock

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