Atomunfall in der Ukraine – Ein zweites Tschernobyl?

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Spätestens seit Fukushima reagieren Menschen nervös, wenn sie von einem Atomunfall hören.

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Ein solcher soll sich kürzlich ereignet haben, so verbreitet sich derzeit folgende Meldung der „Netzfrauen“ vom 3. Dezember 2014

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Wortlaut:

„Im Südosten der Ukraine hat sich nach Angaben von Ministerpräsident Arseni Janzeniuk ein Unfall im Atomkraftwerk Saporischschja ereignet.
Laut Pressekonferenz soll es sich um einen Störfall im Block 3 handeln, der daraufhin abgestellt wurde. Es handelt sich um ein altes Kraftwerk, das 1984 in Betrieb genommen wurde.“

In den Nachrichten wurde ebenfalls ausführlich über diese Meldung berichtet und viele Medien berichteten gar bereits vorschnell von einem „Super-GAU“, korrigierten sich aber auch genauso schnell.

Die „Netzfrauen“ schließen ihren Artikel mit dem Satz:

„Noch wurde keine Entwarnung gegeben. Wir werden Sie informieren, sobald wir über neue Informationen verfügen.“

Tja… und seitdem zittern die LeserInnen weiter und verbreiten diesen Artikel.

Leider haben die „Netzfrauen“ es verpasst, ihren Artikel auch, wie versprochen, bei neuen Informationen auch zu aktualisieren, denn diese Infos lagen noch am selben Tag vor!

Folgende Informationen liegen vor und gelten als gesichert:

  • Am 28. November wurde Block 3 des Atomkraftwerkes in Saporischschja wegen Reparaturarbeiten, welche bis zum 5. Dezember andauern sollen, abgeschaltet.
  • Grund der Abschaltung des Generators, nicht eines Reaktorblocks, waren technische Störungen.
  • Daraufhin kam es zu großflächigen Stromausfällen, welche bis nach Kiew reichten.
  • Der Ministerpräsident Jazenjuk bezeichnete den Vorfall als „Avarija“, ukrainisch für „Havarie“ oder „Panne“, die deutsche Presse machte daraus einen Atomunfall, in der ukrainischen Presse war der Vorfall keine fünf Zeilen wert.
  • Der Reaktorblock lief durch die Abschaltung des Generators nicht auf voller Stärke, da sonst eine Überhitzung der Brennstäbe zu befürchten wäre.
  • Es wurde keine erhöhte Radioaktivität gemessen, weder am Reaktor selber noch in den Gebieten, in denen eine erhöhte Radioaktivität bei den Wetterbedingungen der letzten Tage hätte auftreten müssen.

Fazit:

Die „german Angst“, wie es die Amerikaner bezeichnen, schlug da voll zu.

Deutschland befindet sich mitten im Atomausstieg, so dass hier sehr empfindlich auf solche Meldungen, welche dann auch noch aufgebauscht und durch Übersetzungsfehler verschlimmert werden, reagiert wird.

Es wäre aber schön, wenn alle deutschen Medien, die darüber berichteten, ihre Meldungen auch zeitnah korrigieren würden.

Quellen:
http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-akw-zwischenfall-103.html
http://www.heute.de/panne-in-akw-weckt-erinnerung-an-tschernobyl-36185276.html
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/atomkraftwerk-akw-ukraine-stoerung

Autor: Ralf, mimikama.at

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