Blogheim.at Logo
Sonntag, 24 Oktober 2021

Cyberattacken: Angriffe ohne Schadsoftware nehmen zu!

Laut einem Report von G Data ist die Zahl der abgewehrten Cyberattacken in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 gesunken. Der Grund dafür ist, dass Schadsoftware nicht mehr das einzige Werkzeug ist, das für Angriffe verwendet wird. Die Gefahr für Unternehmen bleibt hoch.

Um mehr als 40 Prozent ist die Zahl der abgewehrten Cyberattacken im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 zurückgegangen. Das belegt der aktuelle Bedrohungsreport von G DATA für das erste Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der starke Rückgang hängt auch mit den extrem hohen Zahlen im Jahr 2020 zusammen. Gerade im zweiten Quartal 2020 hatten Cyberkriminelle die Verunsicherung der Menschen infolge der Corona-Pandemie besonders stark ausgenutzt, was damals zu einer massiven Zunahme der abgewehrten Angriffe führte (plus 156 Prozent). Vom ersten zum zweiten Quartal 2021 beträgt der Rückgang 15,6 Prozent. Die aktuellen Zahlen bestätigen aber auch den Trend, dass Unternehmen weiterhin verstärkt im Fokus der Angreifer sind. Während die Zahl abgewehrter Attacken auf Privatkunden um fast 20 Prozent gesunken ist, beträgt der Rückgang im Unternehmensumfeld nur knapp drei Prozent.

Gezieltes Vorgehen

Mimikama unterstützen: Unterstütze uns und trage auch du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst du unterstützen: via PayPal oder Patreon. Gerne kannst du aber auch ein mimikamaPLUS- Abonnent werden.

Für gezielte Cyberattacken nutzen Kriminelle weiterhin bestehende Schwachstellen aus. Gerade in den ersten sechs Monaten des Jahres haben verschiedene kriminelle Gruppierungen mehrere größere Sicherheitslücken in Microsoft Exchange Servern aktiv ausgenutzt und die Netzwerke von Unternehmen infiltriert.

Ein weiteres Beispiel für das Vorgehen von Cyberkiminellen ist der sogenannte AMSI-Bypass. Immer wieder versuchen Angreifer, das von Microsoft entwickelte Antimalware Scan Interface (AMSI) zu umgehen. Eigentlich scannen Sicherheitslösungen dank AMSI Anwendungen auf ihre Schadhaftigkeit. Allerdings versuchen Malware-Autoren mit automatisierten Tools, diese Schnittstelle auszuschalten oder einen Weg an ihr vorbeizufinden – insbesondere, um dateilose Schadsoftware einzusetzen.

Malware Top 10: Remote Access Trojaner in der Überzahl

Nach wie vor zählt QBot nicht nur zu den aktivsten, sondern auch den gefährlichsten Schadprogrammen. Bei einem Großteil der aktuellen Angriffe im ersten Halbjahr kam der Emotet-Nachfolger zum Einsatz. Der ursprüngliche Bankingtrojaner wurde von den Angreifern nach und nach ebenfalls zu einer Allzweckwaffe für Cyberkriminelle weiterentwickelt. Weiterhin sind viele Remote Access Trojaner (RAT) aktiv. Sieben der zehn aktivsten Schadprogramme zählen zu dieser Gruppe. RATs ermöglichen eine vom Nutzer unbemerkte Fernsteuerung und administrative Kontrolle eines fremden Rechners. So können Angreifer unter anderem den Desktop des Opfers einsehen, Tastatureingaben protokollieren, auf die Kamera zugreifen sowie die in Browsern gespeicherte Anmeldeinformationen kopieren oder Dateien hoch- bzw. herunterladen.

Malware-as-a-Service: Gootloader

Wie trickreich Cyberkriminelle ihre Angriffsbemühungen weiterentwickelt haben, verdeutlicht ein Blick auf die aktuelle Angriffswelle der Gootloader-Malware-Familie. Die Malware-Autoren haben Gootloader so weiterentwickelt, dass sie verschiedene Malware nachladen und installieren kann. Dabei pushen die Angreifer*innen ihre eigenen Seiten mit Search-Engine-Poisoning nach oben. Diese sehen aus wie legitime Seiten, sodass auch technisch versierte User einer derartigen Täuschung zum Opfer fallen.

Quelle: G Data
Auch interessant:
In einem Facebook-Posting wird behauptet, CNN würde auf Fotos verschiedene Rettungsaktionen ein- und desselben Mädchens zeigen.
Dasselbe Mädchen drei Mal gerettet? Nein!
Übernimm jetzt die Kontrolle deiner Privatsphäre!
Finde heraus, wie du deine Datenschutzeinstellungen ändern kannst, um die Kontrolle über deine persönlichen Daten zu übernehmen.
Hier geht es zum Online Privacy Checker
für Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok, Twitter, Google, YouTube, LinkedIn, Skype sowie Windows 7, Windows 10, Mac OS und iOS bzw. Android
Exklusive Inhalte! Werde jetzt mimikamaPLUS- Abonnent und unterstütze so unser Handeln. Zusätzlich erhältst du exklusive Inhalte und die gesamte Webseite werbefrei.

Aktuelle Artikel

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.