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Samstag, 27 November 2021

„Angriff auf die Demokratie“ (Aus unserem aktuellen Buch)

Dieser Artikel ist eine Leseprobe aus dem Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie“.

Aus dem Kapitel „DER ANGRIFF AUF DIE DEMOKRATIE“, Seite 35.

Es ist wieder einer dieser nasskalten Novemberabende, an denen ich zuhause sitze und erneut an diesem Buch arbeite. Nicht immer komme ich gut voran. Häufig scheitere ich daran, meine Beobachtungen aus dem Netz in die richtigen Worte zu fassen.

Es ist das eine, wenn ich als Faktenprüfer auf meiner Website einen kurzen Faktencheck veröffentliche. So ein Text bezieht sich auf ein ganz konkretes überschaubares Thema und kommt mit einem klaren Ergebnis schnell auf den Punkt. Doch hier geht es um so viel mehr. Der Punkt an sich ist nicht mit 450 Wörtern erklärt, so wie ich es in meinen alltäglichen Artikeln schaffe.

Meine Gedanken kreisen um so viele Fragen, auf die ich eine Antwort suche. Wann zum Beispiel wurden das Internet und Social Media zu dem großen Propagandasprachrohr und der Manipulationsmaschine, wie wir sie heute kennen? Besonders seit 2014, seit der Krimkrise, ist mir die Zunahme politischer Inhalte auf Social Media aufgefallen.

Es dürften verschiedene synergetische Effekte gewesen sein, die zu einer verstärkten Politisierung von Social Media geführt haben. Einerseits war auf internationaler Ebene die Krimkrise natürlich ein Thema. Viele Medien berichteten von russischen Propagandaaktionen auf Social Media.

Begriffe wie Troll-Armee oder Putinbots tauchten in diesem Zusammenhang auf. Zum gleichen Zeitpunkt entdeckten auch rechtspopulistische Parteien in Europa das Internet und vor allem Social Media als ihren Aktionsraum. Die frisch gegründete Alternative für Deutschland (AfD) konnte beispielsweise 2014 schon auf günstigem und einfachem Wege auf der Klaviatur von Social Media spielen. In Österreich war es die FPÖ, deren Politiker wussten, wie sie die Teilnehmenden auf Social Media dazu bringen konnten, sich mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen.

Seit damals ist auch die Massentauglichkeit des Mediums Internet weiter gereift. Das Internet ist flächendeckend verfügbar. Endgeräte sind allgegenwärtig. Fast alle haben ein Smartphone. So können nahezu alle jederzeit auf Social Media zurückgreifen.

In der Vergangenheit hat die technische Entwicklung neuer massentauglicher Medien schon oft zu dramatischen politischen Entwicklungen geführt. Um die Besonderheit der neuesten Entwicklung zu verdeutlichen, möchte ich an dieser Stelle einen kurzen Blick zurück auf die Entwicklung der Massentauglichkeit von verschiedenen Kommunikationsformen werfen. Sie alle haben ihre Geschichte, sie alle hatten ihre Auswirkungen.

Buchdruck

Schauen wir zunächst auf die Bücher und den Buchdruck. Bücher und Schriften existierten schon lange. Aber als Johannes Gutenberg ab 1450 den Buchdruck mit beweglichen Lettern entwickelte, begann eine neue Ära der Massentauglichkeit von Büchern.

Das erste gedruckte Buch war die Bibel. Vor dem Buchdruck waren es zumeist Mönche, die Bücher in mühsamer Handarbeit abschrieben. Auf einmal waren diese Schriftgelehrten jedoch nicht mehr für die Vervielfältigung eines Buches notwendig. Mehr noch:

Neben der Bibel druckten die Buchdrucker auch viele andere Schriften und erreichten damit immer mehr Menschen. Medienhistorisch war der Buchdruck mit beweglichen Lettern also eine Wende. Davon profitierten die Reformatoren der damaligen Zeit, die ihre Lehren vielen Menschen vermitteln konnten.

Weiter in der nächsten Leseprobe.

Angriff auf die Demokratie

Das Buch „Angriff auf die Demokratie“ ist seit dem 13. März 2021 als gebundene Ausgabe im Handel, sowie auf allen großen bekannten Onlineplattformen erhältlich (ISBN: 978-3-99001-491-2).

Das Buch kann direkt beim Verlag Edition A online bestellt werden (ideal für Deutschland und Österreich), alternativ über Amazon.

Aber …. wenn das Wetter gut ist: Geh spazieren und natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln ab in den Buchhandel deines Vertrauens!

Symboldbild Angriff auf die Demokratie / Von Branko Devic / Shutterstock.com


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