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Samstag, 24 Juli 2021
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Neuer Algorithmus findet Fake-Profile schnell und unkompliziert!

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Online-Dating: KI zeigt Betrügern rote Karte

Forscher mehrerer britischer Universitäten haben einen neuen Algorithmus entwickelt, der das Leben von Online-Betrügern auf Dating-Webseiten und in Dating-Apps erschweren soll.

Laut den Experten ist es damit bald möglich, schnell und unkompliziert verdächtige Profile aufzuspüren, die von Cyber-Kriminellen angelegt worden sind, um ahnungslosen Nutzern das Geld aus ihrer Tasche zu ziehen. Bei ersten Tests überzeugte die Methode mit einer Fehlerquote von nur einem Prozent.

Technik als „Game-Changer“

„Betrügereien im Bereich des Online-Datings sind ein weitverbreitetes, aber oft auch nicht wirklich weiter verfolgtes Verbrechen, das bei seinen Opfern nicht nur zu enormem emotionalem Leid und Verlegenheit führt, sondern oft auch zu einem erheblichen finanziellen Schaden“,

so Tom Sorell, Professor für Politik und Philosophie an der University of Warwick. Mit seiner Kollegin Awais Rashid habe er sich deshalb einer groß angelegten Initiative verschiedenster Universitäten und Forschungseinrichtungen angeschlossen, die das Ziel verfolgt, derartigen kriminellen Machenschaften im Internet das Handwerk zu legen.

Für diese Zwecke seien moderne Computertechnologien, die auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen, ungemein vielversprechende Hilfsmittel.

„Der Einsatz solcher Technik zum Aufdecken verdächtiger Aktivitäten könnte sich als echter Game-Changer erweisen. Dadurch wird sowohl das Aufspüren als auch das Vorbeugen wesentlich schneller, einfacher und effizienter. Ich denke, auf diese Weise lässt sich in Zukunft viel besser sicherstellen, dass die Leute Dating-Angeboten wieder mehr vertrauen können“,

sagt Sorell.

Betrugs-Wahrscheinlichkeit errechnet

Um auf Dating-Seiten gewissermaßen die Spreu vom Weizen zu trennen, mussten die Forscher ihrem Algorithmus zunächst erst einmal beibringen, was ein gefälschtes User-Profil überhaupt ist und über welche spezifischen Charakteristika man dieses erkennen kann.

Hierfür werden beispielsweise verdächtige Anzeichen in den demografischen Daten des entsprechenden Profils genau analysiert, aber auch das hochgeladene Bildmaterial und die geposteten Beiträge. Aus den gesammelten Daten errechnet die KI dann eine individuelle Wahrscheinlichkeit, die angibt, ob ein Betrug vorliegt oder nicht.

Bei ersten Praxistests erreichte der Algorithmus bei der Suche nach Fake-Profilen eine Fehlerquote von rund einem Prozent. Das heißt, bei 100 analysierten Profilen lag die KI gerade einmal falsch, indem sie zum Beispiel ein echtes Profil als falsch auswies.

„Jetzt geht es darum, die Technik noch weiter zu verbessern, sodass sie dann im Laufe der nächsten paar Jahre von den Dating-Anbietern aufgegriffen werden kann, um Betrüger auf ihren Seiten ausfindig zu machen“,

betont Sorell.


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