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Donnerstag, 14 Oktober 2021

Achtung vor Fake-Shops: Die Polizei warnt vor „dein-elektromarkt. de“

Manche Angebote entpuppen sich als zu schön, um wahr zu sein. Also Vorsicht beim Online-Einkauf!

Ein vermeintliches Schnäppchen im Internet entpuppte sich für einen 60-Jährigen aus Stockach als lehrreiche Erfahrung, wie man Fake-Shops schnell auf den Leim geht.

Vorausbezahlt, aber kein Produkt erhalten

Beim Onlineshop „dein-elektromarkt. de“ bestellte er einen Farbfernseher und überwies nach dem Bestellvorgang sofort den fälligen Rechnungsbetrag. Auf die Lieferung des mehrere Hundert Euro teuren Geräts wartet er jedoch bis heute. Da er misstrauisch wurde, recherchierte er selbst im Internet zu den Erfahrungen mit dem Online-Handel.

Sehr schnell stieß er auf Warnmeldungen und negative Erfahrungen mit dem Anbieter. Mittlerweile ist die Seite sogar gelöscht. Sein Geld ist der Mann trotz den vielen Ratschlägen und Erfahrungen allerdings los. Er erstattete nun Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs. Diese warnt generell vor den zahlreichen unseriösen Onlineshops, auf die immer wieder Käufer hereinfallen.

Tolle Website – nichts dahinter!

Bei dieser Art von Fake-Shops setzen die Kriminellen auf eine hervorragend umgesetzte Website, die kaum von jenen echter Online-Shops zu unterscheiden ist. Angeboten werden meist höherpreisige Produktgruppen wie Technik, Einrichtungsgestände, Sportgeräte wie Fahrräder und E-Bikes oder teures Werkzeug.

Doch Vorsicht: Eine Lieferung findet hier niemals statt! Erkennen lassen sich diese Shops vor allem dadurch, dass Sie per Vorkasse bezahlen sollen, auch wenn auf der Website alternative Zahlungsmittel beworben werden.

Erkennen lassen sich diese Shops vor allem dadurch, dass Sie per Vorkasse bezahlen sollen, auch wenn auf der Website alternative Zahlungsmittel beworben werden.

Wenn Sie an einen solchen Shop Geld überweisen, ist es in aller Regel verloren. Überprüfen Sie daher vor einem Einkauf die folgenden Punkte:

  • Wie wird bezahlt? Bewirbt der Shop zahlreiche Zahlungsmethoden, die Ihnen Rückbuchungen ermöglichen würden, lässt beim Kauf aber nur Vorkasse oder Bitcoin-Zahlung zu, nehmen Sie Abstand!
  • Impressum überprüft? Diese Fake-Shops sehen zwar echt aus, doch die Unternehmen dahinter existieren nicht oder die Impressumsdaten sind gestohlen. Überprüfen Sie daher die Angaben im Impressum auf Mängel. Existiert das Unternehmen? Sind die Daten von einer anderen Website gestohlen?
  • Preise realistisch? Eine weitere Frage, die Sie sich stellen sollten, ist, ob die Preise auf der Website realistisch sind. Preise weit unter jenen der Konkurrenz sind auch im Internet unrealistisch. Damit sollen Sie zu schnellen Käufen gelockt werden.
  • Erfahrungsberichte gelesen? Suchen Sie nach Erfahrungsberichten. Womöglich gibt es bereits Opfer oder die Website ist so neu, dass noch niemand Bewertungen abgegeben hat. Auch dann ist Vorsicht geboten, denn Fake-Shops existieren meist nur kurz.

Minderwertige Websites – falsche oder minderwertige Ware!

Eine zweite Kategorie von Fake-Shops setzt auf extrem breite, teils unzusammenhängende Produktpaletten, die automatisch von Kleinanzeigenplattformen wie Ebay kopiert werden und bietet diese auf der eigenen Website zu erfundenen Preisen an. Manchmal werden auch Mode-Shops billig nachgebaut und deren Sortiment angeboten. Geliefert wird hier trotz Zahlung per Kreditkarte oder in seltenen Fällen PayPal nur minderwertiger Müll, der nicht der beworbenen Ware entspricht.

Achten Sie vor einer Bestellung daher auf die folgenden Punkte, um keinen Ärger mit derartigen Fake-Shops zu bekommen:

  • Impressum vorhanden? Derartige Fake-Shops bieten oft kein Impressum auf der Website an. Können Sie nichts über einen Anbieter herausfinden oder finden lediglich eine Mail-Adresse oder ein Kontaktformular, kaufen Sie nichts!
  • Preise willkürlich gewählt? Häufig wirkt nicht nur das Sortiment willkürlich zusammengewürfelt, sondern auch die Preise sind vollkommen unrealistisch. 4,81 Euro für ein Produkt, das üblicherweise mehrere Hundert Euro kostet? Dahinter steckt Betrug!
  • Domain unpassend? Die Webadressen dieser Shops passen selten zum Shop. Verkauft also beispielsweise der „pferdeklub-wien1999. at“ Autozubehör, ist Abstand zu nehmen.
  • Einen Blick in die Rechtstexte geworfen? Die AGB – sofern Sie überhaupt vorhanden sind – können ein eindeutiger Hinweis auf Betrug sein. Auf dieser Art des Fake-Shops ergeben die Texte mitunter keinen Sinn oder sind gespickt mit sprachlichen Fehlern.

In diesem Video gibt Ihnen unsere Kooperationspartner Watchlist Internet Tipps, wie Sie diese Fake-Shops erkennen können.

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