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40.500 EUR Schaden: Warnung vor Abzocke bei Geldanlagen im Internet

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Momentan häufen sich in unserem Zuständigkeitsgebiet die Anrufe von falschen Polizisten, die Bargeld sicherstellen wollen, weil sie eine Diebesbande mit Adresslisten gefasst haben.

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Viele ältere Menschen haben diese Anrufe seit gestern Abend der Einsatzleitstelle gemeldet. Bisher ist niemand darauf herein gefallen. Anders gestaltet sich jedoch ein Betrugsfall, der gestern angezeigt wurde: Ein 81-jähriger Mann aus der Nähe von Demmin wollte über eine Online-Handelsplattform in Bitcoin investieren und verlor 40.500 EUR.

Der Deutsche wollte im Oktober 2020 Geld anlegen. Dazu investierte er 1000 EUR über eine Online-Handelsplattform in zwei Bitcoins. Durch Anrufe und E-Mails eines angeblichen Brokers der Coinibank wurde er gedrängt, noch mehr zu investieren, es sei eine gute Zeit zum Handel.

Der Senior investierte nach und nach noch weitere 35.000 EUR. Auf der Website wurde ihm auf seinem Konto bereits ein Gewinn von über 185.000 EUR angezeigt. Als sogenannter „Goldkunde“ wurde er aufgefordert, sich seinen Gewinn auszahlen zu lassen, da sich dieser verdoppelt habe.

Dieser Aufforderung kam der Geschädigte nach und verlangte von der Coinibank die Auszahlung des Geldes. Plötzlich sollte er jedoch 27.000 EUR an Brokergebühren zahlen. Der Mann konnte das Geld nicht aufbringen und zahlte „nur“ 4.500 EUR für einen geringeren Gewinnerhalt.

Im Nachhinein meldeten sich angebliche Bankangestellte und ein Anwalt aus Israel bei ihm. Der Anwalt teilte ihm mit, dass er sich mit den Betrügern auskennen würde und verlangte über 4000 EUR an Gebühren. Dieses Geld zahlte der Geschädigte nicht und erstattete Anzeige. Er verlor somit insgesamt 40.500 EUR.

Vor der Coinibank warnte die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) bereits im Dezember 2020 auf seiner Website. Coinibank ist kein nach § 32 Kreditwesengesetz zugelassenes Institut.

Gemeinsam mit dem BKA hat die BaFin hier vor Abzocke bei Geldanlagen im Internet gewarnt und folgende Hinweise gegeben:

1. Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die eine sichere Anlage, eine garantierte Rendite, dazu hohe Gewinne oder ein nur sehr geringes Risiko versprechen! Misstrauen Sie Bonusversprechungen und Erfolgen auf Demo-Konten.

2. Bevor Sie Geld übergeben oder eine Anlage tätigen, holen Sie immer unabhängigen Rat (z.B. bei Verbraucherzentralen) ein.

3. Nutzen Sie bei Anlageangeboten im Internet verschiedene Suchmaschinen, um möglichst umfassende Informationen zum Anbieter und zum Produkt zu erhalten.

4. Achten Sie bei Anlageangeboten im Internet darauf, ob ein Impressum angegeben ist. Wer ist Ihr potentieller Vertragspartner und wo hat er seinen Sitz?

5. Handelt es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen? Dies können Sie über die Unternehmensdatenbank der BaFin jederzeit abfragen.

6. Lehnen Sie unaufgeforderte Anrufe im Zusammenhang mit Anlageangeboten ab! Lassen Sie sich nicht auf Beratungsgespräche mit Unbekannten ein.

7. Vorsicht vor zukünftigen Betrugsversuchen! Wenn Sie bereits Opfer wurden und in einen Betrug investiert haben, werden die Betrüger Sie wahrscheinlich wieder ins Visier nehmen oder Ihre Daten an andere Kriminelle verkaufen.

8. Vorsicht bei Hilfsangeboten! Häufig geben sich Betrüger, die Ihre Kundendaten erworben haben, als „Samariter“ aus, die Sie dabei unterstützen wollen, Ihr verlorenes Geld zurückzuholen.

9. Seien Sie misstrauisch und kontaktieren Sie bei Verdacht die Polizei und/ oder die BaFin!

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg
Artikelbild: Shutterstock / Von Vitalii Vodolazskyi

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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