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Montag, 24 Januar 2022

Kein Fake: Bereits 1912 wurde vor einem menschengemachten Klimawandel gewarnt

Viele Menschen scheinen zu glauben, dass erst seit dem Auftreten von Greta Thunberg über den Klimawandel berichtet wird. Doch bereits 1912 wurde davor gewarnt.

Das Foto eines alten Zeitungsartikels vom 14. August 1912 wirft anscheinend Zweifel auf: Wurde damals tatsächlich bereits darüber gemutmaßt, dass die stark gestiegene Verbrennung von Kohle in einigen Jahrhunderten (!) zu einer Klimaerwärmung führen könnte?
Der Artikel ist echt, und wie wir alle wissen, ging es nun aber doch weitaus schneller.

Um diesen Zeitungsausschnitt handelt es sich:

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In der Zeitung „Rodney and Otamatea Times, Waitemata and Kaipara Gazette“ steht in der Ausgabe vom 14. August unter der Überschrift „Kohleverbrauch wirkt sich auf das Klima aus“ folgendes:

„In den Öfen der Welt werden derzeit etwa 2.000.000.000 Tonnen Kohle pro Jahr verbrannt. Wenn diese Kohle verbrannt wird und sich mit Sauerstoff verbindet, werden der Atmosphäre jährlich etwa 7.000.000.000 Tonnen Kohlendioxid hinzugefügt. Dadurch wird die Luft zu einer effektiveren Decke für die Erde und erhöht ihre Temperatur. Der Effekt kann in einigen Jahrhunderten beträchtlich sein.“

Der Artikel ist echt, er findet sich auch im Archiv der Zeitung auf der Seite „Papers Past“ (siehe HIER).

Erstaunlich genaue Beschreibung

Bereits 1912 war also bekannt, dass wir Menschen es sind, die zur globalen Erwärmung und somit zum Klimawandel beitragen. Einige Monate zuvor brachte die australische Zeitung „Braidwood Dispatch“ den gleichen Text. Diesen findet man auch im Archiv der „National Library of Australia“.

Es geht aber noch früher:
Bereits 1896 beschrieb ein schwedischer Wissenschaftler namens Svante Arrhenius, wie viel wärmer die Erde dank der energieeinfangenden Eigenschaften einiger Gase in der Atmosphäre war. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt erkannte er, dass der Mensch eine bedeutende Rolle bei der Veränderung der Konzentration mindestens eines dieser Gase, nämlich Kohlendioxid (damals noch Kohlensäure), spielen konnte (siehe HIER, PDF-Datei).

Es geht aber noch früher:
Bereits 1837 schrieb der französische Mathematiker und Physiker Joseph Fourier in der Zeitung „The American journal of science“ (siehe HIER):

„Die Etablierung und der Fortschritt der menschlichen Gesellschaft und das Wirken natürlicher Kräfte können in ausgedehnten Regionen bemerkenswerte Veränderungen im Zustand der Oberfläche, in der Verteilung des Wassers und in den großen Bewegungen der Luft hervorrufen. Solche Wirkungen müssen im Laufe einiger Jahrhunderte Schwankungen in der mittleren Temperatur für solche Orte hervorrufen.“

Fourier war auch der erste Wissenschaftler, der den Begriff „Treibhauseffekt“ verwendete (siehe HIER).

Fazit

Die Erkenntnis, dass der Mensch den aktuellen Klimawandel stark beschleunigt, ist nicht neu. Erschreckend allerdings, dass wir in etwas über 100 Jahren schafften, wovon damals ausgegangen wurde, dass es mehrere Jahrhunderte dauern würde.

Weitere Quellen: Jstor Daily, Snopes, USA Today
Auch interessant:
In einem Buch von 1890 steht, dass der CO2-Anteil in der Atmosphäre 0,04 Prozent beträgt, also eigentlich genauso hoch war wie heute. Ist damit entlarvt, dass es keinen Klimawandel gibt?

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