Aktuelle Bedrohungen: 10.000 Android-Apps gefährdet

Tom Wannenmacher, 28. März 2014

Vor wenigen Tagen hat der IT Sicherheits- & Antivirus-Anbieter Trend Micro ein Problem entdeckt, von dem grundsätzlich alle Android-Nutzer betroffen sind: Bösartige Apps können die Berechtigungen von seriösen Apps übernehmen und so Zugriff auf den Datenverkehr erhalten, ohne dass Anwender den Betrug bemerken. Rund 10.000 Apps sind potenziell anfällig für diesen Rechteklau, darunter eine beliebte Online-Einkaufsplattform und mehrere soziale Medien.

Aktuelle Bedrohungen: 10.000 Android-Apps gefährdet

Der Angriff funktioniert, wenn ihr die bösartige App zuerst installiert — natürlich ist sie getarnt und ihr haltet sie für etwas anderes.

Der Spion macht dann bestimmte Einstellungen im Android-Betriebssystem und wartet nur noch darauf, dass ihr später irgendwann eine der 10.000 gefährdeten normalen Apps auf euer Smartphone oder Tablet herunterladet. Sobald das passiert ist, erhält die bösartige App dieselben Berechtigungen wie die normale — und der Angreifer kann den Datenverkehr mitlesen.

Die Schwachstelle liegt hier im Android-Betriebssystem, deshalb könnt ihr sie nicht selber schließen.

Trend Micro hat Google bereits informiert, damit das Problem bald behoben wird.

Bis dahin solltet ihr unbedingt darauf achten, am besten nur Apps aus dem offiziellen Android Market und nicht von unbekannten Web-Seiten zu installieren. Für alle Android-Fans hat Trend Micro außerdem 5 einfache Tipps zusammengestellt, damit eure Daten sicher bleiben.

FAKE: Es gibt kein Video zum verschwundenen Flugzeug

Hier klicken, hier Software runterladen, hier Video anschauen — es läuft immer auf denselben Haken hinaus. Nachdem eure Aufmerksamkeit geködert wurde, soll jetzt die Falle zuschnappen. Seit Anfang des Jahres haben es Angreifer bereits mit WhatsApp, Grand Theft Auto V und diversen Sonderangeboten versucht, aktuell ist jetzt die Tragödie um den Unglücksflug der Malaysian Airlines dran. Angeblich gibt es ein Video von der Bergung — in Wirklichkeit ist es eine Hintertür zur Fernsteuerung eures Rechners.

Lasst euch also nicht täuschen, auch wenn das Flugzeug demnächst wirklich gefunden wird und echte Videos auftauchen. Informiert euch besser nur bei seriösen Nachrichtenseiten. Falls ihr euch bei einem Link mal unsicher seid, empfehlen wir das Site Safety Center. Dort sagt euch Trend Micro kostenlos, ob eine Internet-Adresse verdächtig ist. Wachsam bleiben!


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