Affiliate-Marketing mit Gewinnspielen – Ist das gefährlich?

Kathrin Helmreich, 6. Dezember 2019
Affiliate-Marketing und Gewinnspiele (Faktencheck)
Affiliate-Marketing und Gewinnspiele (Faktencheck)

Affiliate-Marketing ist per se nicht gefährlich. Doch oft fühlen sich Nutzer verunsichert, wenn mit hochpreisigen Gewinnen gelockt wird.

Viele Nutzer stoßen im Netz auf Gewinnspiele. Folgen sie den Anweisungen der Gewinnspiel-Ersteller führt sie der Link zu einer Webseite, wie zum Beispiel im Stil von folgender Seite:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Viele vermuten einen Fake – doch was genau sehen wir hier eigentlich?

Das bedeutet Affiliate genau:

Es handelt sich um eine Marketing-Methode, genau genommen um ein Partnerprogramm. Ob es den Gewinn am Ende wirklich gibt, können wir an dieser Stelle nicht versprechen. Doch ist die Praktik von Affiliate legal.

Das heißt, ein Webseitenbetreiber – das kann ein Unternehmen sein, die Leads generieren oder auch ein ganz normaler 0815-Blogger – erhält eine Provision, wenn ein Internetnutzer, über diesen bestimmten Affiliate-Link ein Geschäft abschließt. Dabei ist es egal, ob dieses Geschäft ein Warenkauf ist oder sich der Teilnehmer bereit erklärt, Werbung von sogenannten Sponsoren zu erhalten.

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Wobei in diesem Fall der Partner erst auch wirklich das Geld erhält, wenn ein Dritter auch wirklich das Produkt über seinen zur Verfügung gestellten Link gekauft hat. (Oder bei dem Gewinnspiel mitmacht.) Folgt der Nutzer dem Link und kauft nichts oder macht beim Gewinnspiel nicht mit – geht auch der Partner leer aus.

Ein fiktives Beispiel zur Veranschaulichung:

Ein Betreiber eines Blogs über Shampoos denkt sich „Ich möchte meine Kasse nebenbei ein wenig aufbessern, was kann ich tun?“. Da viele Internetnutzer seinen Blog kennen und wertschätzen und bereits viele Produkte, die er auf seinem Blog vorgestellt hatte, auch gekauft haben, schließt er ein Partnerprogramm mit der Firma „Weißkopf“ ab.

Daraufhin erhält er einen bestimmten Quelltext, der als Link auf seinem Blog zu dem Produkt in einem Webshop führt, das er in einem Blog-Artikel beworben hat.

Klicken nun 20 Webseitenbesucher auf diesen Link und gelangen in diesen Webshop springt für „Shampoo-Blogger“ noch nichts heraus. Doch kaufen 10 von diesen Besuchern auch tatsächlich das Produkt, erhält „Shampoo-Blogger“ je vollständig abgeschlossenem Geschäft eine Provision dafür, dass er der Firma „Weißkopf“ einen kaufkräftigen Kunden geliefert hat.

Wie bereits erwähnt, gibt es beim Affiliate-Marketing verschiedene Abstufungen bzw. Varianten. Im Bereich der Versicherungen reicht beispielsweise oft schon, dass Nutzer den Link einfach nur anklicken, um einen Versicherungsvergleich anzustellen. Welche Modelle es noch gibt, wird auf der Webseite Affiliate Marketing Tipps gut dargestellt.

Also fassen wir zusammen:

Affiliate bedeutet „Partnerprogramm“ – Ich sorge dafür, dass ein Nutzer zur Webseite meines Partners findet und dort etwas Bestimmtes tut und dann erhalte ich Geld in Form einer Provision.


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