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San Diego: Affen im Zoo erhalten experimentellen COVID-Impfstoff

Claudia Spiess, 5. März 2021
San Diego: Affen im Zoo erhalten experimentellen COVID-Impfstoff
Artikelbild: Shutterstock / Von AB Photographie/ solarseven (Symbolbild)

Premiere für die Menschenaffen im Zoo in San Diego: Sie erhalten einen COVID-19-Impfstoff für Tiere

Vier Orang-Utans und fünf Bonobos wurden im Zoo von San Diego gegen COVID-19 geimpft. National Geographic berichtet, dass dies somit die ersten Tiere sind, die in den USA gegen das Coronavirus geimpft wurden.

Gorillas im Zoo Corona-positiv

Anlass dazu gaben die positiven Corona-Tests bei acht Gorillas im Zoo. Übertragen wurde das Virus durch einen Pfleger, der selbst mit Corona infiziert war.

Die Symptome waren bei manchen leicht, bei anderen gaben sie Grund zur Sorge. Winston, der 49-jährige Silberrücken litt an Herzkrankheiten und einer Lungenentzündung. Nach einer experimentellen Antikörperbehandlung erholte er sich ebenso wie die anderen.

Die Gorillas sind wohlauf, alle haben die Krankheit überstanden und sollen ebenfalls geimpft werden.

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Die Impfung wird allerdings erst in 60 bis 90 Tagen verabreicht. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung, was die Wartezeit für eine Impfung nach einer Infektion angeht. Auch ist es abhängig davon, wie gut die Impfung bei den Orang-Utans und Bonobos anschlägt.

Impfstoff für Affen geeignet?

Der für die Affen verwendete Impfstoff des Herstellers Zoetis wurde bereits Katzen und Hunden verimpft. Bei beiden Tierarten stellte sich der Impfstoff als sicher und wirksam heraus. Für Menschen ist dieser nicht vorgesehen.

Niemand konnte sagen, ob der Impfstoff bei Affen wirken oder gar eine nachteilige Immunreaktion auslösen würde.
Nadine Lamberski, Leiterin der Abteilung für Tiergesundheit bei der San Diego Zoo Wildlife Alliance, erklärt:

„Es ist nicht so, dass wir zufällig einen Impfstoff nehmen und ihn einer neuen Art geben. Es werden viele Überlegungen angestellt, es wird viel geforscht – was ist das Risiko, es zu tun, und was ist das Risiko, es nicht zu tun. Unser Motto ist vor allem, keinen Schaden anzurichten.“

Impfstoffe werden generell für einen bestimmten Krankheitserreger und nicht für eine bestimmte Art hergestellt. Somit ist es üblich, einen Impfstoff, der für eine Art getestet und entwickelt wurde, einer anderen zu verabreichen, sagen sowohl Lamberski als auch Mahesh Kumar, Senior Vice President für globale Biologika bei Zoetis. 

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Das könnte dich auch interessieren: Verbreitetes Video zeigt keine Impf-Nebenwirkung!

Quellen: futurezone.at, National Geographic


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