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Achtung vor solchen Kreditangeboten auf Facebook!

Ralf Nowotny, 5. Oktober 2018

Jeder kennt sie auf Facebook: In Beiträgen und Kommentaren wird, unabhängig vom eigentlichen Beitrag, für günstige Privatkredite geworben.

Hier haben wir ein aktuelles Beispiel:

Screenshot mimikama.at
Screenshot mimikama.at

„Hallo, wenn Sie ein ernsthaftes Darlehen wollen kontaktieren Sie die dame winkler, denn ich habe meinen Kredit in Ihrer Nähe erhalten, bevor ich nicht glaubte, weil ich dachte, ich würde den Kredit nicht bekommen, aber man rief mich an, um mir zu sagen, dass mein Geld verfügbar ist, und ich habe das Geld genommen, ohne Probleme und andere freundinnen sind auch durch Sie gegangen, also zögern Sie nicht, ihn zu Kontaktieren, weil Sie es ist, dass ich mein Geld Verdiene jetzt hier Ihre E-mail“

Meistens in sehr holprigem Deutsch wird einem also scheinbar problemlos ein Kredit angeboten. Meistens stimmen Name des Profils und Email-Adresse auch nicht überein, aber das nur nebenbei erwähnt.

Besonders perfide ist die Häufigkeit, mit der diese Kreditangebote auftauchen. Gerade Menschen in Geldnöten werden vielleicht anfangs auch darüber hinwegscrollen, doch je öfter man diese Angebote sieht, umso mehr schleichen sich bei verzweifelten Menschen der Gedanke ein, dass ja „vielleicht doch was dran ist“ und „man es ja mal versuchen könnte“.

Was passiert, wenn man ein solches Angebot wahrnimmt?

Reagiert ein Nutzer, dann werden von diesem relativ rasch persönliche Daten sowie eine Kopie des Passes verlangt. Dem Ersteller der „Kreditangebote“ geht es nicht um die Vermittlung günstiger Kredite, sondern es wird schamlos die Notlage eines Nutzers ausgenutzt. Es entstehen zusätzliche Kosten (wie „Bonitätsauskunftskosten”) und wenn man hier nicht aufpasst, ist man plötzlich an Verträge gebunden, die gar nichts mehr mit einem Kredit zu tun haben.

Das Problem ist, dass viele Menschen in einer derartigen Not bzw. verzweifelt sind, dass sie den Betrug gar nicht erkennen und diese 180 Euro bezahlen.

Was genau geschieht oder geschehen kann, wenn man auf ein solches Kreditangebot eingeht, schilderten wir bereits in einem separaten Artikel.

Sollte man einen Kredit benötigen, dann sollte man IMMER seine Hausbank aufsuchen! Wenn auf dieser eine Kreditzusage verweigert wird, dann erhält man im Normalfall auch nirgend wo anders ein Darlehen und schon gar nicht auf Facebook!

Tipps zum Schutz vor Kreditbetrügern auf Facebook

  • Bei dubiosen Kreditangeboten auf Facebook könnt ihr sicher sein, dass hier Betrüger dahinter stecken.
  • Verdächtige Profile sowie Angebote solltet ihr direkt bei Facebook melden. Oftmals verschwinden diese Profile dann auch kurz darauf.
  • Gebt Unbekannten niemals eure persönlichen Daten. Mag logisch klingen, aber es gibt Tausende Nutzer, die daran nicht denken.


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