Abzocke und Internetbetrug als Wermutstropfen der digitalen Wirtschaft?

Tom Wannenmacher, 6. Juni 2019
Artikelbild: Shutterstock / Von GoodStudio
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Das Mimikama sich dem Schutz von Internetnutzern verschrieben hat, ist bekannt.

Die Hinweise auf und Widerlegung von Fake News bilden dabei nur eine Säule im täglichen Kampf gegen Falschinformationen.

Doch wie steht es eigentlich aktuell um das Thema Sicherheit & Konsumverhalten?

Mit starken und kompetenten Partnern wie der Verbraucherzentrale NRW ist es uns möglich, dubiosen Angeboten und windigen Werbetricks auf die Schliche zu kommen. So tragen wir dazu bei, dass die Online-Wirtschaft nicht von ausufernden Betrügereien überlagert wird.

Die Kriminellen, die leider erfolgreich auf der Welle der Digitalisierung mit geschwommen sind, fahren immer ausgefeiltere und wirkungsmächtigere Attacken. Sie haben ihr Know-how kontinuierlich weiterentwickelt. Immer häufiger kommt es vor, dass die Angriffe auf arglose Nutzer maßgeschneidert und perfekt an die aktuelle Nachfrage angepasst sind. So gab es bei einem lang erwarteten Höhepunkt der kürzlich ausgestrahlten achten und letzten Staffel von Games of Thrones einen enormen Zuwachs an Angriffen mit Malware.

Für die Täter war es absehbar, dass nicht nur sehr viele Zuschauer die fragliche Episode schauen würden, sondern dass viele davon versuchen würden dies über eine Streaming-Website kostenlos zu tun. Darum war es für die Angreifer nur folgerichtig, einen auf diese Nutzergruppe zugeschnitten Online-Angriff durchzuführen, und zwar mit Malware, die sich als Folge von Game of Thrones tarnt und den Konsumenten vor dem vermeintlichen Abspielen zur Eingabe von sensiblen Daten auffordert.

Seien Sie immer mit einer gesunden Portion Skepsis unterwegs

Auch das Grundprinzip „Die Masse macht’s“ funktioniert nach wie vor. Für Betrüger ist es ein leichtes, millionenfach Massenmails zu verschicken, in denen sie alles Mögliche zum Schein anbieten: einen einfachen Bankkredit, Autoreparaturen oder Potenzmittel. Und am Ende der Nachricht, die dem Google Translator zu entstammen scheint, brauchen sie dann nur noch ihre Kreditkartennummer. Nachtigall, ick hör dir trapsen.

Das Kalkül der Täter ist einfach: Es genügt schon, wenn von den Millionen Angeschriebenen nur eine Handvoll Leute auf die Masche reinfällt. Sei es aus Unwissenheit, weil der Spamfilter nicht richtig funktioniert oder aus irgendeinem anderen Grund.

Dabei bedarf es keines großen Aufwandes, den Cyberangreifern einen Strich durch die Rechnung zu machen: Wenn Sie beispielsweise wirklich eine Autoreparatur brauchen, googeln Sie einfach selbst danach. Sich über die Seriosität von Angeboten respektive Anbietern selbst ein Bild zu machen, ist mit Leichtigkeit möglich. Nicht nur wird ständig der Sicherheitsstatus neben der URL der Seite, auf der Sie gerade sind, eingeblendet, sondern sie erfahren auf der Seite eines echten Anbieters auch ob bei der Geschäftsabwicklung so verfahren wird, wie man es erwartet: Erst wird die Dienstleistung erbracht und dann die Rechnung gestellt – nicht umgekehrt.

Wie oft am Tag ist der Blick aufs Smartphone wirklich nötig?

Generell hat auch eine kleine Portion Digital Detox noch keinem geschadet. Surfen Sie besser nicht im Internet, nur weil Sie gerade nichts anderes zu tun haben. Per Smartphone ziellos ins Internet gehen, nur weil man es kann, ist nicht gerade ein zielführendes Nutzerverhalten und birgt ebenfalls potentielle Angriffsfläche für Kriminelle. Die eigene Nutzung von Webangeboten sollte stattdessen häufiger von den Fragen geleitet werden: Was will ich im Internet? Was wollen dort andere (von mir)?

 


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