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24shares nutzt unerlaubt BaFin-Logo

Tom Wannenmacher, 4. Februar 2021
Laut der BaFin rufen Mitarbeiter von 24shares unaufgefordert deutsche Anleger an. Dabei geben sie fälschlicherweise an, sich auf Anforderung der Bundesanstalt zu melden.
Laut der BaFin rufen Mitarbeiter von 24shares unaufgefordert deutsche Anleger an. Dabei geben sie fälschlicherweise an, sich auf Anforderung der Bundesanstalt zu melden.

Unechter Service: Betrüger rufen Anleger fälschlicherweise im Namen der Bundesanstalt an!

Die Online-Handelsplattform „24shares“ http://24shares.io verwendet widerrechtlich das Logo der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) http://bafin.de in ihren Dokumenten. Der BaFin zufolge betreibt die Plattform mit gefälschten Dokumenten Betrug und lockt mit Dienstleistungen, die die Bundesanstalt gar nicht anbietet.

„Formular ist eine Fälschung“

Laut der BaFin rufen Mitarbeiter von 24shares unaufgefordert deutsche Anleger an. Dabei geben sie fälschlicherweise an, sich auf Anforderung der Bundesanstalt zu melden. Die Anrufer behaupten zudem, sie würden Hilfe bei Geldverlusten in Verbindung mit vergangenen Investitionen anbieten. Gehen Investoren auf das unechte Angebot der Handelsplattform ein, erhalten sie ein Formular, auf dem sowohl das Logo des Auswärtigen Amts als auch der BaFin zu sehen ist. „Bei diesem Formular handelt es sich um eine Fälschung. Die BaFin erteilt nie Aufträge in der geschilderten Form“, stellt die Bundesanstalt klar. Es handle sich hierbei um einen Fall von Betrug.

24shares ist eine Online-Plattform ohne offen sichtbares Impressum, die Anlegern Finanzberatung anbietet. Dabei liegt der Fokus der Website auf unterschiedlichen Bereichen, wie etwa Rohstoffen oder Kryptowährungen. Die Nutzung von 24shares erfordert eine Registrierung. Die BaFin warnt davor, dass solche Handelsplattformen oft nicht lizenziert sind und trotz deutscher Sprache ihren Sitz meist nicht in Deutschland haben. Außerdem haben sie häufig keine Erlaubnis, in Deutschland Geschäfte zu betreiben. „Es besteht ein hohes Risiko, die Rückzahlung der eingezahlten Gelder beziehungsweise die Auszahlung erwirtschafteter Gewinne nicht durchsetzen zu können“, warnt die Bundesanstalt.

Quelle: Bafin.depte


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