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177 Mio. Dollar Strafe für Google

Tom Wannenmacher, 15. September 2021
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Die Korea Fair Trade Commission (KFTC) hat gegen Google in Südkorea eine Geldstrafe in Höhe von 177 Mio. Dollar verhängt.

Sie beschuldigt den Technologieriesen, seine marktbeherrschende Stellung zu nutzen, um die Entwicklung von Android-Rivalen zu behindern. Laut „Yonhap News“ hat die KFTC entschieden, dass die Anti-Fragmentierungsvereinbarung, die Google von Smartphone-Herstellern wie Samsung und LG verlangt, den Wettbewerb erschwert. Diese Vereinbarung hindert die Gerätebauer daran, individuell modifizierte Versionen des Android-Betriebssystems, bekannt als „Android Forks“, auf ihren Handys zu installieren.

Ermittlungen seit 2016

Die Kartellbehörde untersucht seit 2016, ob die Vereinbarung den Wettbewerb erstickt. Neben der Verhängung der Geldstrafe gegen Google hat die Kommission Google auch verboten, die Hersteller zu zwingen, Anti-Fragmentierungsvereinbarungen zu unterzeichnen und bestehende zu ändern. Für Google ist die Geldstrafe der zweite Rückschlag innerhalb kürzester Zeit.

Erst am Montag war in Südkorea ein Gesetz in Kraft getreten, das sich gegen die Dominanz von Google und Apple im App-Sektor richtet. Die beiden Store-Betreiber dürfen den Entwicklern von Apps bestimmte Zahlungssysteme nicht mehr vorschreiben. Apple und Google verlieren damit die Kontrolle über ein lukratives Geschäft. Bislang kassieren beide bis zu 30 Prozent des erzielten Umsatzes der Entwickler (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20210901019 ). Dagegen klagen in den USA bereits Unternehmen wie der Spieleanbieter Epic Games.

Google geht in Berufung

Google lässt in einer Erklärung gegenüber „Bloomberg“ und „CNBC“ wissen, dass Android und sein Kompatibilitätsprogramm Innovationen beschleunigt und die Benutzererfahrung verbessert haben, was Smartphone-Herstellern weltweit zugutekomme. Die Entscheidung der KFTC ignoriere diese Vorteile, von denen auch die Verbraucher profitierten. Google beabsichtige, gegen die KFTC-Entscheidung Berufung einzulegen.


Quelle: pte

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