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Mh nunja, da gibt es ja nun diese Geschichte, dass der Bürgermeister von Limburg das Glockenspiel von „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ durch eine andere austauschte – Wegen dem Protest einer Veganerin. Sind die Veganer*Innen jetzt vollständig verblödet, fragst du dich? Keine Angst, ich bin der Veganer deines Vertrauens und kann dir weiterhelfen.

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Zuerst einmal soll klargestellt werden, dass PETA keinen Protest gegen die Limburger Rathausglocken organisiert hat, dass wir in unseren veganen Facebookgruppen nicht jahrelang geplant haben, wie wir unvegane Kinderlieder von der Welt schaffen können und die betreffende Tierleid vermeidend lebende Frau dem Limburger Bürgermeister auch nicht mit einem Eimer Kunstblut nach der Rathaussitzung mit dem Ausruf „Rathausglockenspiele sind Mord!“ aufgelauert ist.

Das lief eher so ab:

Veganerin: „Ey Burgermaster, i bims, die Veganerin. Es wäre voll fresh vong Veganess wenn du 1 Song aus der Townhallplaylist droppen würdest.“

Und der Bürgermeister so: „K lol“

Und dann haben sie sie voll den krassen Ghettogruß gemacht. Oder so ähnlich, ich war nicht dabei.




Ich will damit sagen: Es ist nicht wirklich was passiert und die Meldung muss nicht wirklich an die große Glocke (Ha!) gehängt werden, weil’s nicht wirklich jemanden in Limburg interessiert, außer der Frau, die sich halt daran stört, dass in dem Lied mit Gewalt gegen Füchse gedroht wird. Mei.

Ich meine, meine erste Reaktion war natürlich auch, dass ich in den Kommentaren zum Artikel schreibe: „Darauf erstmal ein Steak LOL“. Ist ja die erwachsenste Reaktion, wie jeder weiß.

Aber wir vegan lebende Menschen sind wirklich nicht so eine homogene Gruppe, wie ihr manchmal denkt. Und Vendettas gegen unvegane Kinderlieder sind nicht wirklich eine verbreitete Sache in der Szene. Wir beschäftigen uns eher damit, dass man allein für die Produktion von 1kg Rindfleisch 15.000l Wasser, 2,6kg Getreide und 30m² Land benötigt und 20kg Co2 ausstößt. (Link)

Also ich bitte nur darum, dass keine Ferndiagnosen über meinen Gesundheitszustand als Veganer gemacht werden, nur weil eine Frau ihren Bürgermeister freundlich um etwas gebeten hat und dabei kein Wurstbrot in der Hand hatte.

Anstatt sich über Veganer*Innen aufzuregen könnten wir uns auch lieber über wichtigere Dinge empören. Zum Beispiel, dass genau am gleichen Tag in der gleichen Stadt im Bistum Limburg Kinderpornos auf dem Rechner einer der Mitarbeiter gefunden wurden. (Link)

Nur mal so als Anregung zur Aufregung.

Artikel Vorschaubild: lantapix / Shutterstock.com

Thomas_LThomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Tierrechtsaktivist aus Augsburg. Auf seinem Blog Der Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und ethischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.
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