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Oft wird den deutschen Medien unterstellt, sie würden die Kriminalität von Nicht-Deutschen und Asylbewerbern absichtlich verharmlosen. Doch eine Studie Medienfachhochschule Macromedia Berlin stellt fest: Die deutsche Presse berichtet negativer über sie als sie in Wahrheit sind.

Gerade in der rechten Filterblase herrscht Konsens darüber, dass die großen Presseerzeugnisse die Kriminalität von Nicht-Deutschen und Asylbewerbern herunter spielt und oft absichtlich verschweigen. Befeuert wird diese Ansicht von unzähligen Fake-Meldungen, die selbstverständlich nicht in der Presse verbreitet werden und somit den Eindruck erzeugen, es werde ein gesellschaftliches Problem verharmlost.

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Doch wie die Medienfachhochschule Macromedia Berlin in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in einer Studie feststellt, ist sogar genau das Gegenteil der Fall: Die Presse bauscht das Problem auf, indem sie überproportional darüber berichtet.




Das neue Feindbild in den Medien: Der gewalttätige Einwanderer

Die Studie analysierte im Zeitraum von Januar bis April 2017 insgesamt 238 Artikel von überregionalen Zeitungen und 67 TV-Beiträge verschiedener Fernsehsender. Sie stellen fest: Die deutsche Medienlandschaft stellt Nicht-Deutsche überproportional als Straftäter*innen dar. Gleichzeitig wird die wachsende Gewalt gegen Migrant*innen und Asylsuchende zu wenig thematisiert.

Spitzenreiter unter den deutschen Medien ist -wenig überraschend- die BILD. In fast ⅔ aller Berichte über Nicht-Deutsche werden diese verdächtigt, eine Straftat begangen zu haben. Bei den TV-Beiträgen sind es 52,2%. Im Vergleich zu 2015 hat sich damit die negative Berichterstattung nicht-deutscher Tatverdächtiger vervierfacht, während ihr Anteil laut Kriminalstatistik nur um ein Drittel gestiegen ist.

Ist der Täter Nicht-Deutscher, wird eher über den Fall berichtet. Ist das Opfer Nicht-Deutscher, sinkt die Wahrscheinlichkeit

Das ist durchaus problematisch, da eben auch diese Berichterstattung eine negative Einstellung gegenüber Nicht-Deutsche und speziell Asylsuchende verstärkt. „Das führt zu einem verzerrten Bild und kann Vorurteile in der Bevölkerung anheizen“, warnt Thomas Hestermann, Leiter der Studie.

Und in der Tat sind der Anteil Nicht-Deutscher Gewaltopfer gestiegen, während die Berichterstattung über diese um die Hälfte gesunken ist:

Quelle: Macromedia

Artikelbild: Shutterstock

Thomas_LThomas Laschyk, Chefredakteur Volksverpetzer Journalist, Blogger, und Onlineaktivist aus Augsburg. Auf dem Volksverpetzer beschäftigt sich Laschyk auf kritische und kreative Weise mit Themen aus Bundes- und Weltpolitik, bis zu Wirtschaft, Finanzen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Hier könnt ihr dem Volksverpetzer auf Facebook folgen.
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