„Zur Zeit ist bekannt, dass sich ein weißer Transporter im Saarland aufhält“ – Fake!


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Wieder ein weißer Lieferwagen, wieder eine dramatische Warnmeldung, dass Kinder entführt werden und auch leider wieder eine hohe Anzahl von Verteilungen.

Im aktuellen Fall werden gezielt Orte im Saarland angegeben, was speziell die Anwohner der Region sehr berührt und auch teilweise verängstigt. Es geht um folgende Meldung: saar1

ACHTUNG! Teilen, teilen, teilen!!! Zur Zeit ist bekannt, dass sich ein weißer Transporter (vermutlich mit dem Kennzeichen: T-4716CT) im Saarland in den Gegenden: Neunkirchen und Ortsteile, Wiebelskirchen, Spiesen Elversberg, St. Ingbert und Ortsteile sowie Niederwürzbach aufhält… Die sprechen Kinder an und versuchen sie mit Versprechungen zu locken, wie z.B. sie bekämen Katzenbaby’s wenn sie mitkämen usw. Bekannt sei ebenso dass die versuchen mit jeglichen Handlungen, Art und Weisen Kinder zu entführen…!

Aufgrund der regional spezifischen Ortsbeschreibungen, welche sich ganz klassisch für Meldungen wie diese immer gleich auf ganze Regionen beziehen, haben wir zielgerichtet die Polizei im Saarland angeschrieben und auch telefonisch Kontakt gehabt.

Die dortigen Stellen haben die Statusmeldung überprüft und es ist ihnen kein Sachverhalt bekannt, der sich mit diesem Eintrag vergleichen lässt. Ferner konnte die ansässige Polizei auch keine Erkenntnisse über die Herkunft der Meldung gewinnen.

Auch die Verfasserin dieses Beitrages ist schon zurück gerudert und hat ihre Ansicht revidiert. Warum sie jedoch das Bild nicht gelöscht hat, ist uns schleierhaft.
saar2
Vielleicht liest sie diesen Artikel ja und kommt zu dem Entschluss, nicht nur zu schreiben, dass diese Meldung falsch ist, sondern sie auch zu löschen. Dann wäre der Spuk vorbei.

Kinder und Tiere – die beliebtesten Inhalte von emotionalen Falschmeldungen

Hier stoßen die Falschmelder und Internetmärchen-Erfinder immer auch fruchtbaren Boden. Denn sie wissen: die Angst vor dem Verlust von Kindern oder Haustieren erweckt einen Schutzmechanismus bei den Lesern, welche anschließend genau das machen, was sich die Verfasser wünschen: ihre Geschichten weit verteilen.

Die Schuld ist hierbei nicht bei den Einzelnen Verteilern zu suchen, denn diese handeln nach gutem Gewissen und auch mit der Absicht, zu schützen und Gutes zu tun. Fatal ist leider, das speziell bei der Menge an Fakes das Risiko immer gegeben ist, das irgendwann einmal eine echte Meldung dazwischen ist, welche auch als Lüge abgetan wird.

Wir raten daher, sensibel zu teilen und Inhalte zu hinterfragen. Wenn man in einer Region wohnt, die in Meldungen wie dieser hier erwähnt wird, sollte man bei der Polizei fragen, ob es sich um einen wahren Sachverhalt handelt.

Autor: Andre, mimikama.at

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Autor

Andre Wolf, Mitarbeiter bei „Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch". Nach mehreren Semestern Theologiestudium und einigen Jahren Berufserfahrung als Verantwortlicher für Medien und Kommunikation ist nun die Analyse von Internetinhalten, speziell der sozialen Medien Wolfs Fachgebiet.


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