“Wichtig: Aktivierung erforderlich”: Betrugsversuch im Namen der Sparda-Bank


Aktuell ist eine E-Mail im Umlauf, dessen Absender die Sparda-Bank sein soll.

“Ihre Sicherheit steht bei uns an erster Stelle”, so steht es in der Mail und deshalb sollen sich Kunden mit ihren persönlichen Daten erneut anmelden. Sollten Empfänger dieser Aktualisierung nicht nachkommen, droht ihnen eine Sperre.

Personen, die nicht bei der Sparda Bank sind, werden höchstwahrscheinlich diese Mail löschen. Jedoch könnten sich Sparda-Bank-Kunden eine Anmeldung einreden lassen, deshalb sagen wir: ACHTUNG! Nicht so schnell!


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Um diese E-Mail handelt es sich

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Der Inhalt der E-Mail im Klartext:

Wichtig: Aktivierung erforderlich

Datum: 09.03.2016

Sehr geehrter/r Sparda Bank Kunde/in,

Ihre Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. UM unseren Kunden die höchste Stufe an Sicherheit bieten können, hat unsere Sicherheitsabteilung ein neues Sicherheitssystem entwickelt. Um dieses System auch bei Ihrem Konto zu aktivieren, ist die erneute Eingabe Ihrer persönlichen Daten erforderlich.

Nur so können wir Sie als rechtsmäßigen Eigentümer identifizieren und Ihr Konto vor Missbrauch durch Dritte schützen und Sie vor einem finanziellen Schaden bewahren.

Kommen Sie dieser Aktualisierung nicht nach, müssen wir aus Sicherheitsgründen Ihr Konto temporär deaktivieren.

Die Aktualisierung können Sie über den unten angezeigten Button starten. Bitte füllen Sie die Pflichtfelder wahrheitsgemäß aus. Anschließend können Sie Ihr Konto wie gewohnt weiter nutzen.

Jetzt anmelden

Wir bitten Sie die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und bitten um Verständnis.

m Sparda-Bank Sicherheitsportal gesendet. Der Schutz Ihrer Daten hat für die Sparda-Bank eG oberste Priorität.

© 2016 Sparda-Bank eG| Ludwig-Erhard-Allee 15|40227 Düsseldorf

Bevor wir näher auf die E-Mail eingehen, möchten wir folgendes nochmals klarstellen:

Auch wenn die E-Mail-Adresse mit @sparda.de endet, ist diese Mail gefälscht. In der Fußzeile haben sie erneut angegeben, dass diese Mail vom Sicherheitsportal gesendet wurde und tatsächlich gibt es eine Sparda-Bank Filiale am Ludwig-Erhard-Alle 15, in Düsseldorf.

Es kommt oft vor, dass Betrüger mit ein paar echten Daten der Mail einen glaubwürdigen Touch verleihen wollen. Diese Punkte sind nicht ein Beweis dafür, dass diese Mail von der Sparda-Bank stammt.

Jedoch die Aufforderung euch mit den persönlichen Daten anzumelden, ist ein Indiz dafür, dass diese Mail ein FAKE ist.

Unsere Schutzsoftware warnt!

Klicken wir auf “Jetzt anmelden”, warnt unsere Kaspersky Schutzsoftware hier jedoch direkt: wer dem Link in der Mail folgt, soll betrogen werden.

Daher wird die Seite bei aktualisiertem Stand direkt geblockt:

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Ohne entsprechende Software öffnet sich aus der Mail heraus eine Betrügerseite, welche dem Sparda-Bank-Login nachempfunden ist. Diese Seite trägt die trügerische Adresse

“www.center-2wnet/1177111052/g<….>”

Wir lassen uns aber dennoch auf die folgende Seite weiterleiten und erhalten dieses Anmeldeformular:

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Hier sollen Kunden ihre Kundennummer und die Online-PIN angeben, um das angebliche Sicherheitssystem zu aktiveren. Doch tatsächlich werden die Informationen im Hintergrund an Betrüger weitergeleitet.

Nach Eingabe der erforderlichen Daten kommt man auf die folgende Seite:

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Nun soll der Kunde 15 beliebige iTAN’s eingeben, damit ihn das System als rechtmäßigen Besitzer identifizieren könne. Auch hier landen alle Informationen direkt an Betrüger.

Wenn Betrüger im Besitz der Login-Daten UND der TAN sind, können sie am einfachsten durch Überweisung Geld erbeuten.

KEINE BANK, KEINE POLIZEIDIENSTELLE UND KEINE BEHÖRDE verlangt von euch eure persönlichen Daten. NICHT via Mail und NICHT telefonisch. Ob Sparda-Bank-Kunde oder nicht, bei solchen Aufforderungen sollten bei euch IMMER die Alarmglocken läuten.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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