“Wir leiden für Deinen Genuss. Für Zigaretten werden Tierversuche durchgeführt” Tierversuche in der Tabakindustrie


Ein erschreckendes Bild wird seit 2 Tagen auf Facebook geteilt. Dieses Bild zeigt fixierte Hunde, welche für Tierversuche genutzt wurden. Aufgrund der Qualität des Bildes, sowie auch der schwarz/weiß Darstellung kann man von einer älteren Aufnahme ausgehen.


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Zu dieser Statusmeldung, welches die Hunde zeigt, gibt es einen Text, der darauf aufmerksam macht, dass Hunde in der Tabakindustrie für Tierversuche missbraucht werden:

Wir leiden für Deinen Genuss.

Für Zigaretten werden Tierversuche durchgeführt

Hilflose Beagle werden so fixiert, dass man ihnen Gasmasken aufsetzen kann, so dass sie gezwungen sind Rauch einzuatmen.

Ist es das wirklich wert ?

Wir leiden für Deinen Genuss.Für Zigaretten werden Tierversuche durchgeführtHilflose Beagle werden so fixiert, dass…

Posted by Jens Waldinger on Montag, 7. März 2016

Woher stammt dieses Foto?

Ist dieses Foto überhaupt der Tabakindustrie zuzuordnen? Klare und eindeutige Antwort: ja! Dieses Bild wurde im Zuge einer Undercover-Recherche aufgenommen, welche von der 2012 verstorbenen Journalistin Mary Beith durchgeführt wurde. Das Bild, welches im Zuge dieser Recherche aufgenommen wurde, stammt aus dem Jahre 1975 und gehört zu dem Artikel „The smoking beagles.“

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Die britische Tageszeitung The Guardian schrieb im Jahre 2012 dazu:

Mary Beith, who died last weekend aged 73, was responsible for one of the most memorable newspaper front pages in the history of popular journalism.

She was the undercover reporter who took pictures of dogs being forced to inhale cigarette smoke, resulting in an iconic 1975 People splash: „The smoking beagles.“

The smoking beagles

In den 70er Jahren wurde bekannt, dass speziell Beagle benutzt wurden, um zu testen, wie krebserregen Zigaretten nun sind (bis dahin war noch nicht flächendeckend bekannt und bewusst, dass Zigaretten krebserregend sind). Für diese Studien mussten nun Hunde herhalten, die im Eiltempo viel Zigarettenqualm inhalieren sollten und an denen beobachtet wurde, wie viele von ihnen Krebserkrankungen zeigte. Eine Gruppe Hunde musste dafür täglich bis zu 30 Zigaretten rauchen.

Im Jahr 1974 schmuggelte sich die Journalistin Mary Beith als Arbeiterin bei den “Imperial Chemical Industries” ein, wo sie in den ICI Macclesfield Laboren diese Aufnahme machte. Das Bild landete letztendlich im Januar 1975 auf den Titelseiten und machte nicht nur sie berühmt, sondern richtete auch die Aufmerksamkeit auf die Tierversuche.

Die 48 Hunde aus dieser Versuchsreihe mussten verschiedene Tabakproben rauchen, um neue “gesundheitsunschädliche” Tabaksorten zu testen. Für diese Undercover-Recherche wurde sie 1975 zur Journalistin des Jahres ernannt.

Ironischerweise war Mary Beith selber Raucherin und verstarb im Mai 2012 an den Folgen von Lungenkrebs.

Tierversuche in der Tabakindustrie

In der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen um Tierversuche in der Tabakindustrie, auch völlig offizielle Meldungen der einzelnen Konzerne. So schrieb der Spiegel am 28.04.2008:

Tabak-Experimente: Philip Morris will mehr Tierversuche erzwingen

Der Zigarettenhersteller Philip Morris will seine Testanlagen ausbauen und mehr Tierversuche durchführen. Die belgische Stadt Leuven hatte das dem Konzern untersagt – aus ethischen Gründen. Nun will der Konzern gegen das Urteil klagen.

Die Seite Vegan-News.de prangert ebenso an, dass Tierversuche in der Tabakindustrie durchgeführt werden, erwähnt aber auch, dass diese in vielen Ländern verboten sind:

In Deutschland sind Tierversuche für die Tabakindustrie glücklicherweise verboten. Dies gilt ebenso für England, Estland, Belgien sowie der Slowakei. Das Österreichisches Tierschutzgesetz hat hier keinen gesonderten Passus angeführt. Da aber die meisten Tabakkonzerne international tätig sind, kann diese Hürde leicht umgangen werden.

Im Jahre 2013 veröffentlichte PETA einen Artikel, in dem grundsätzlich auf das Thema Tierversuche in der Tabakindustrie eingegangen wurde. Dort sind die einzelnen Tierversuche mit Quellen belegt. Beispiel:

Am US-amerikanischen Oregon National Primate Research Center beispielsweise wurden Dutzenden schwangerer Rhesus-Affen operativ Schläuche eingesetzt, über die ihnen in den letzten vier Schwangerschaftsmonaten kontinuierlich Nikotin verabreicht wurde. Einige Tage vor dem Geburtstermin schnitten die Experimentatoren die Föten aus dem Bauch ihrer Mütter. Sie töteten und sezierten die Frühgeborenen, um die Auswirkungen des Nikotins auf ihren Körper zu untersuchen. [Quelle: NCBI]

Quellenangaben:



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