Taxifahrten für Flüchtlinge kostenlos


Man sollte meinen, dass es sich um ein weiteres falsches Gerücht handelt, dem ist aber nicht so!

Zumindest in Sachsen, aber auch in anderen Bundesländern, bekommen Flüchtlinge Taxifahrten zu Ämtern von der Landesdirektion bezahlt. Die Politik macht sich damit keine Freunde.

clip_image001

„Das ist ein Skandal ohnegleichen !!!

Kein Wunder, daß sich „Flüchtlinge“ wie Könige fühlen wenn sie auch noch „Chauffeure“ gestellt bekommen…

Da kann man doch nur noch abkotzen, was auf dem Rücken der Steuerzahler alles gezahlt wird…“

…so regt sich der Statusersteller über einen Bericht des MDR auf. Und ganz unrecht hat er nicht, denn die Argumentation der Landesregierung ist ein wenig dünn.

Worum geht es?


SPONSORED AD


In der Sendung „exakt“ des Senders MDR wurde gezeigt, dass Taxifahrten in Sachsen für Flüchtlinge kostenlos sind, wenn es sich dabei um Fahrten zu Behörden handelt. Die Länge der Strecke ist dabei irrelevant. Wie man in dem Bericht sehen kann, werden auch Fahrten von 400 Metern durchgeführt. „Leicht verdientes Geld“, so ein Taxifahrer. Aber auch Fahrten zu 80 Kilometer entfernten Ämtern inklusive Wartezeit von bis zu 4 Stunden vor dem Amt werden abgerechnet, eine Fahrt, die schon mal locker über 300 € kosten kann.

Was sagt die Landesdirektion Sachsen dazu?

Lt. dem MDR war die Landesdirektion nicht für ein Interview zu sprechen, lediglich eine kurze schriftliche Stellungnahme erfolgte:

clip_image002

„Wegen fehlender Ortskenntnisse der Asylbewerber ist die Gefahr groß, dass diese bei der Nutzung des ÖPNV nicht oder nicht rechtzeitig zu den vereinbarten Terminen erscheinen.“

Weiter meinten sie:

„Die Notwendigkeit der Taxi-Nutzung wird grundsätzlich in jedem Einzelfall geprüft. Es wird, wo immer es geht, auf den ÖPNV zurückgegriffen.“

Für die Rückfahrt nach der ärztlichen Behandlung würden Taxis nur dann genutzt, wenn ein Krankentransportschein vorliege, berichtet die Leipziger Volkszeitung.

Andere Stimmen

Wie MOPO24 berichtet, stößt diese Praxis auch dem Bund der Steuerzahler sauer auf.
„Diese Praxis ist nicht nachvollziehbar! Das ist ein schlimmes Beispiel, wo der Staat versagt hat und die Verhältnismäßigkeit nicht wahrt.“, so Thomas Meyer.

Auch die Landesseniorenvertretung Sachen meldete sich zu Wort:
„Während wir Rentner unsere Fahrten zu Ämtern selbst bezahlen müssen und die Krankenkassen längere Fahrten zu einer Facharztbehandlung selten übernehmen, werden Asylbewerber quer durch das Land chauffiert.“, so Christel Demmler, Vorsitzende des Seniorenbundes aus Kirchberg bei Zwickau.

Der Fehler im System

Kann man diese Vorgehensweise den Flüchtlingen vorwerfen? Nein, sicher nicht. Diese Methode wurde nicht von Flüchtlingen oder Flüchtlingshelfern erdacht, sondern von Politikern, die es sich ein wenig zu einfach machen. Denn es gibt auch andere Möglichkeiten, Fahrtkosten so gering wie möglich zu halten.

Denkbar wäre z.B. Ein Infoheft in der jeweiligen Landessprache, in dem Flüchtlingen die Buslinien und Haltestellen erklärt und aufgezeichnet werden. Auch die Verwaltung sollte zudem flexibler sein, denn es macht keinen Sinn, wenn ein Flüchtling 80 Kilometer zu einem Amt muss, wenn er nötige Papiere auch vor Ort ausfüllen und unterschreiben könnte.

Hier sind also die Politik und die Verwaltung gefragt. Durch solche Verfahrensweisen passiert, wie man an dem obigen Facebook-Status gut erkennen kann, nur eines: Es wird weiter Unmut geschürt. Unmut aber gegen die Flüchtlinge, die nun beim besten Willen nichts für diese Vorgehensweise können. Die bösen Flüchtlinge, die dadurch dem Steuerzahler Geld kosten. Und wenn es um die Steuer geht, da ist jeder empfindlich. Also sucht man sich in seiner Wut das schwächste Glied: den Flüchtling.

Liebe Politiker, liebe Landesdirektion Sachsen und alle anderen Länder, die so vorgehen:

Gebt euch bitte ein wenig mehr Mühe. Wir wissen, dass es einfacher für euch ist, einen Flüchtling in ein Taxi zu setzen. Das ist aber keine Lösung. Vor allem keine Dauerhafte. Wir gönnen ja den Taxifahrern den Zuverdienst, aber auch die, wie man dem Bericht des MDR entnehmen kann, fühlen sich dabei nicht wohl. Auch die wissen, dass das zuverdiente Geld auf, sagen wir es frei heraus, der unflexiblen oder denkfaulen Politik beruht.

Wir hoffen, dass ihr euch diesbezüglich noch etwas einfallen lasst. Und in euch geht. Denn unter eurer Inflexibilität leiden nur die Flüchtlinge und die Steuerzahler.

Autor: Ralf, mimikama.at

Dir hat dieser Bericht gefallen- oder wir konnten dir mit diesem weiterhelfen?


Zuerst schützen-dann klicken! Schütze auch du deinen Desktoprechner, dein Tablet-sowie dein Smartphone vor Internetbetrug, Trojanern und Viren sowie vor Datenklau.



SPONSORED AD



Hinweis: die Verwendung von Inhalten in Zitatform und Grafiken (auch Screenshots) aus diesem Artikel ist nicht ohne Nennung der Quelle und direkter Verlinkung gestattet.


Du möchtest uns etwas melden?

Dann verwende bitte dazu unser Meldeformular » Fake melden

Dir hat dieser Bericht gefallen- oder wir konnten dir mit diesem weiterhelfen?
Dann würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen.
PayPal

Mit deiner Unterstützung können wir auch weiterhin das Internet ein Stück sicherer machen und dich und andere Internetuser unterstützen.