Sicherheitslücke: Malware über Java!


Erinnert sich noch jemand an Java? Nein nicht die Sundainsel, im indischen Ozean, ich meine die Programmiersprache. Das war vor über 20 Jahren, da hat man versucht einen Code zu entwickeln, der auf allen Plattformen lauffähig sein sollte. So lange hat es gedauert, bis Malware Autoren erstmals in größerem Stil versuchen, diesen Code für ihre Zwecke einzusetzen.


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Die damit verbundenen Aktivitäten haben die Sicherheitsforscher von Kaspersky bis nach Brasilien zurückverfolgt, interessant dabei, die gefundenen Samples waren nicht Produkte eines Entwickler -Teams, so wie es aussieht arbeiten gleich mehrere Gruppen daran, mit Java neue Wege zu beschreiten.

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Aktuell scheint sich noch alles in der Testphase zu befinden, bislang sind zwei Spam-Kampagnen entdeckt worden, bei denen E-Mails mit angehängtem Schadcode verbreitet werden. Die Malware ist dabei immer in Form eines Jar-Paketes enthalten. Diese sind theoretisch auf jeder Plattform, auf der eine Java-Laufzeitumgebung installiert ist, lauffähig.

Dropper

Ein Hinweis auf den experimentellen Status ist, dass es sich bei den Codes, lediglich um sogenannte Malware-Dropper handelt, diese bringen nur eine beschränkte Funktionalität mit sich. Grund dafür ist, zunächst einmal auf das System zu kommen ohne die Schutzvorrichtungen auszulösen. In ihnen sind aber Mechanismen enthalten, mit denen später die Schadroutinen von einer Kommando-Infrastruktur nachgeladen werden können., stellte man bei Kaspersky fest.

Die Gruppen, von denen die entdeckten Samples stammen, sind eigentlich dafür bekannt, Trojaner zu liefern, mit denen Banking-Daten abgegriffen werden können. Es ist also durchaus anzunehmen, dass diese Funktionen auch für die neuen Jar-Dropper angedacht sind.

Spätstart

Wieso erst jetzt ernsthaft in Erwägung gezogen wird, Malware über die Java-Laufzeitumgebungen zum Einsatz zu bringen, ist unklar. Vor etlichen Jahren wäre dies sicherlich noch einfacher und erfolgsversprechender gewesen. Es könnte mit der neuen Vielfalt von bedeutenden Plattformen zu tun haben. Denn die Codes könnten sowohl auf Linux, Windows, OS-X und auf Android eingesetzt werden. Wenn sie dann weiter optimiert werden, als es bislang der Fall ist.

Bis dahin kochen wir uns einen Java

Autor: Jens, via WinFuture & Kaspersky
Artikel- und Vorschaubild: vchal / Shutterstock.com



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