Schierling ist eine der giftigsten Pflanzen in unseren Breiten. (gemeint ist aber der Bärenklau)


Auf Facebook macht ein Statusbeitrag die Runde der knapp 25.000x geteilt wurde und vor einer giftigen Pflanzen warnt. Die Pflanze nennt sich nach Aussagen des Erstellers “Schierling”.

Vorweg: Bei dem Statusbeitrag handelt es sich um keine Falschmeldung. Allerdings dürfte das Mädchen nicht mit einem “Schierling” sondern mit einer”Herkulesstaude/Riesen Bärenklau” in Kontakt gekommen sein.

Dem Statusbeitrag wurden noch 3 Bilder hinzugefügt auf denen man die Hände eines Mädchens erkennen kann, die mit Blasen überseht ist sowie das Mädchen selbst mit verbundenen Händen sowie die Pflanze selbst.

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Der Statusbeitrag im Wortlaut:

WARNUNG!
Ich möchte keine Panik verbreiten, erst recht nicht davor, mit den Kindern in die “Natur” zu gehen!
ABER:
Ich war mit Lisabeth beim Angeln und sie pflückte diese Pflanze!
Auch wenn nicht ganz unbeleckt in “Botanik”, hatte ich KEINERLEI Ahnung, mit was sie da spielte…sah halt ähnlich aus, wie gewöhnliche Schafgarbe…!
Am selben Abend waren die Hände leicht gerötet, wie bei einem Sonnenbrand…zwei Tage später sah es anders aus…!

“Schierling” ist eine der giftigsten Pflanzen in unseren Breiten und kann, wie ich feststellen musste, noch überall wachsen…!

Sehr viele User sind nun beängstigt und fragen bei uns an, ob der Statusbeitrag der Wahrheit entspricht.

Unsere Recherche ergab, dass es diese Pflanze gibt und das diese auch giftig ist.

Allerdings dürfte es sich bei der Abbildung und bei diesem Fall nicht um den “gefleckten Schierling” gehandelt haben, sondern um eine “Herkulesstaude”

Warum?

Das Gift des gefleckten Schierlings kann auch sehr rasch durch die Haut eindringen und verursacht

  • ein brennen im Mund,
  • einen erhöhten Speicherfluss,
  • Schluckbeschwerden,
  • Lähmung der Zunge,
  • starkes Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Schweißausbrüche
  • Bei tödlichen Dosen beginnt aufsteigende Lähmung in den Füßen, die sich über den ganzen Körper fortsetzt. Der Tod kann schon nach 30 Minuten durch Atemlähmung erfolgen. Der Patient ist dabei meist bei vollem Bewusstsein.

Zusatzinfo:

Diese Pflanze ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen sowie für Vögel stark giftig.

Quelle: Botanikus.de

Der Schierling ruft also KEINE BLASENBILDUNG hervor.

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Jedoch aber der Riesen-Bärenklau!

Der Riesen-Bärenklau weist folgende Symptome auf:

In der gesamten Pflanze (auch im Wurzelsystem) sind photosensibilisierende Furanocumarine enthalten, die nach Hautkontakt bei anschließender Bestrahlung durch Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Bei empfindlichen Menschen genügt bereits ein einfacher Kontakt mit der Oberfläche der Blätter.

Die Reaktionen zeigen sich in Rötungen, Hautentzündungen, Reizungen und in schlimmen Fällen in einer Wiesengräserdermatitis, die sich mit entzündlichen, schmerzhaften Blasenbildungen äußert. Diese können großflächig sein und Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen. Die Hautreizungen beziehungsweise Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen und mit anhaltenden Pigmentveränderungen einhergehen. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks können die Folge des Umgangs mit der Pflanze sein.

Quelle: Wikipedia

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Fazit:

Beide Pflanzen, also SCHIERLING und Herkulesstaude/Riesen-BÄRENKLAU sind HOCHGRADIG GIFTIG. Daher FINGER WEG VON BEIDEN!



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