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Da muss doch glatt der schwedische Einrichtungskonzern mit seinem Corporate Design herhalten, und als Fangnetz für einen Provisionslink dienen. Doch natürlich hat IKEA nichts mit diesem kleinen Spielchen auf Facebook zu tun.

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Dieses Spielchen hat nur einen einzigen Zweck: es soll Interaktion unter den Nutzern erzeugen, Aufmerksamkeit erregen und will am Ende dazu animieren, dass man den eingesetzten Link anklickt, und sich “eintragen” soll … für was auch immer. Das ist an dieser Stelle noch nicht sichtbar. Man liest zunächst in dieser Statusmeldung:

Der Einrichtungsriese wird 20 Jahre alt & feiert mit dir!
Wer hat auch ein 6, 7 oder 8 im Geburtsjahr? Last uns ein Kommentar & Trage dich ein über ==> http :// bit.do/gutschei[***]eburtsjahr

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Bei dieser Art von Facebookseiten und kleinen Spielen empfehlen wir grundsätzlich, dass man sich den Veranstalter genau anschaut. Wer steckt hinter der Seite? Veranstalter von seriösen Spielen und Aktion geben sich zu erkennen. Wenn es sich hierbei auch nicht explizit um ein Gewinnspiel handelt, so geht es dennoch um eine mitmach-Aufforderung, bei der man sich am Ende eintragen soll. Folgende Merkmale sollten jedoch gegeben sein, wenn man über eine Facebookseite irgendwo mitmachen soll:

  • Inhaber der Seite / Ansprechperson
  • Impressum
  • Kontaktmöglichkeit
  • Teilnahmebedingungen

Das ist im Fall von “Wir verschenken” so nicht gegeben.

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Schauen wir an dieser Stelle, wohin der Link mit der Aufforderung “Trage dich ein über“ führt.

Na klar …

Und am Ende landet man über einen Provisionslink auf einem Gewinnspiel-Affiliate. In diesem Gewinnspiel wird nach Angaben ein IKEA-Gutschein verlost. Es handelt sich um ein Gewinnspiel im Rahmen eines Provisions-Partnerprogramms, in dessen Fokus die Datenerhebung der Teilnehmer steht. Im Gegenzug zu der Gewinnmöglichkeit überreicht man die eigenen kompletten Adressdaten an Datenhändler, die diese verkaufen dürfen. Gleichzeitig meldet man sich bei der Teilnahme automatisch beispielsweise bei bis zu 70 Newslettern an und kann auch auf postalischem und telefonischem Wege mit diversen Werbeanrufen rechnen.

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Am Ende bekommt derjenige, der über den Link auf Facebook die Nutzer zur Teilnahme gelockt hat, eine Provision für jeden Teilnehmer ausgezahlt.

Wie sehen das die Firmen?

Wir haben im Bezug auf gleichartig aufgebaute Spiele, welche mit Hilfe der Corporate Identity von Konzernen Gewinnspiele aufziehen, bereits mit der Pressestelle von IKEA Kontakt aufgenommen und gefragt, wie man dort gegenüber dieser Art von Gewinnspielen steht. In einem Artikel vom 1. November 2016 haben wir dazu die Antwort veröffentlicht:

Sehr geehrter Herr Wolf,

vielen Dank für Ihr Mail und Ihre Aktivitäten diesbezüglich.

Wir werden leider regelmäßig mit derartigen „Gewinnspielen“ und anderen einschlägigen Aktivitäten konfrontiert. Meist sind diese sehr dreist – genau so, wie Sie das beschreiben – in die CI von IKEA gekleidet, oft sogar mit dem IKEA Logo präsentiert.

Kein einziges davon geht von IKEA selbst aus. Die Gewinnspiele verunsichern viele Kunden und vor allem verärgern sie Kunden – und auch uns selbst. Denn als IKEA Österreich können wir kaum gegen diese international agierenden Akteure vorgehen.

Wann immer es möglich ist, die Verursacher zu kontaktieren und die missbräuchliche Verwendung der Marke IKEA zu untersagen, tun wir das. In den meisten Fällen bleibt uns aber nur, via Facebook, Website oder Customer Support Center vor solchen Gewinnspielen zu warnen.

Mit besten Grüßen

Insofern bleibt unser gutgemeinter Rat: bitte schaut zuerst, wer Euch da zu irgendeiner Sache animiert und warum man dort mitmachen soll.

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