Hysterie im Internet – Vergewaltigung war eine Lüge! (13-jährige Russlanddeutsche in Berlin)


Hysterie im Internet – Vergewaltigung war eine Lüge!

Leitartikel von Nils R. Kawig zum Aufsehen um einen angeblichen Übergriff auf eine 13-jährige Russlanddeutsche in Berlin

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-Symbolbild-

Das 13-jährige Mädchen aus Berlin, das angeblich entführt und vergewaltigt worden sein soll, hat sich dieses Schauermärchen nur ausgedacht – angeblich wegen schulischer Probleme und aus Angst vor seinen Eltern. Eigentlich ist das eine gute Nachricht: Dem Mädchen ist nichts Schlimmes passiert.

Aber der Fall muss uns zu denken geben, hat er doch in den vergangenen Tagen zu erheblichen Verstimmungen zwischen Russland und Deutschland geführt. Der russische Außenminister Lawrow nahm die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer minderjährigen Russlanddeutschen zum Anlass, der hiesigen Polizei Versagen, Vertuschung vorzuwerfen. Nach Köln ist man geneigt zu glauben, der deutsche Staat und seine Sicherheitsorgane hätten die Lage tatsächlich nicht mehr im Griff.


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Derlei Vorbehalte spiegeln aber vor allem eines wider: die Angst vieler Menschen vor Überfremdung. Rasend schnell verbreiten sich heutzutage Gerüchte über Straftaten von Flüchtlingen.

Das Internet wirkt wie ein Aufputschmittel.

Hysterie breitet sich aus, sobald eine gewisse Anzahl von Facebook-Nutzern eine Meldung geteilt hat. Der Wahrheitsgehalt wird gar nicht mehr überprüft. Frei nach dem Motto: Wenn mein Bekannter diese Meldung auf seiner Facebook-Seite hat, wird’s schon stimmen. Und plötzlich gilt als erwiesen, dass ein Mädchen vergewaltigt oder ein Flüchtling vor dem Berliner Landesamt gestorben sein soll.

Ein Klick. Ein Dilemma!

Mit der Schnelllebigkeit der sozialen Netzwerke müssen wir uns wohl abfinden. Mit ihrer Oberflächlichkeit hoffentlich niemals. Es lohnt sich, Dingen auf den Grund zu gehen. Es lohnt sich, Lügen zu enttarnen.

Falsche Vorwürfe – Kommentar zum Fall der 13-jährigen Berlinerin

Der aufgeklärte Fall der angeblich entführten und vergewaltigten 13-jährigen Berlinerin sollte eine Lehre für alle sein, die sich angesichts der Nachrichtenflut zum Thema Asyl leicht in eine Panikstimmung hineinsteigern.

Die Journalisten wurden beschuldigt, über das Verbrechen zu lügen. Der Staatsanwaltschaft wurde Desinteresse an der Aufklärung vorgeworfen. Im Netz wurden Migranten pauschal als „testosterongesteuerter Mob“ stigmatisiert. Nichts von all diesen Vorwürfen traf allerdings zu.

Die Russlanddeutschen, die sich zu Protesten gegen Gewalt an ihren Kindern hinreißen ließen, werden sich nun fragen müssen, wer und warum sie für nationalistische Zwecke missbraucht habe.

Unrühmlich ist auch die Rolle der russischen Staatsvertreter, die ohne Kenntnis von der Faktenlage über die deutschen Behörden herzogen.

Offensichtlich sitzt das Misstrauen zwischen Moskau und Berlin bereits sehr tief. Auf dieser Basis wird kaum eine gute Partnerschaft gelingen.

Quellen:
Presseportal.de (1)
Presseportal.de (2)

Artikel- und Vorschaubild: Shutterstock



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