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„Platzmachen für Flüchtlinge: Berlin will 22 Hotels für 600 Millionen Euro anmieten“.

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So titelt der Kopp Verlag in einem Artikel vom 02.02.2016 und sieht den Berliner Senat durch die chaotischen Zustände rund um das Landesamt für Gesundheit und Soziales, die ihren bislang traurigen Höhepunkt in der Falschmeldung über den Tod eines syrischen Flüchtlings fanden, in Zugzwang. Jetzt plane der Senat einen gewaltigen Befreiungsschlag, der mit 600 Mio Euro zu Buche schlagen würde.


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Hierbei beruft man sich auf einen Bericht der FAZ.

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Quelle: FAZ / 8.000 Euro je Flüchtlingsbett in Berlin?

Beide Artikel sind inhaltlich ähnlich, um was geht es also genau?

Angeblich befindet sich der Berliner Senat in Verhandlung mit der Gesellschaft Grand City Hotels über die Anmietung von 10.000 Hotelplätzen für Flüchtlinge, das wären dann 22 Hotels.

Eine Summe von 50 Euro pro Nacht, also rund 1.500 € pro Monat respektive 18.000 € im Jahr stehen im Raume. Das Projekt soll über mehrere Jahre laufen und so würde es sich auf die bereits erwähnten 600 Mio aufsummieren. Es werde auch über ein „All inklusive“ Programm mit Betreuung und Integration verhandelt.

Mit dem inhaltlich ähnlichen Bericht endet allerdings die Recherche des Kopp Verlages, die FAZ geht noch weiter und geht in einem weiteren Artikel auf den angedachten Verhandlungspartner des Senates ein und durchleuchtet dessen Hintergrund.

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Quelle: FAZ / Flüchtlings-Unterbringung Dubiose Partner bei Berliner Hotel-Geschäft für Flüchtlinge

Aus diesem Bericht geht hervor, dass der Senat selber einige vom Verhandlungspartner angedachte Personen weder personell noch fachlich für geeignet empfindet, eine derart grosse Anzahl von Flüchtlingen zu betreuen.

Am 03.02.2016 erschien im Berliner Kurier ein Artikel zu dem Thema aus dem hervorgeht, dass der Berliner Senat Hotelbetreibern verhandele, über mögliche Kosten könne noch nichts gesagt werden, generell strebe Berlin aber an Flüchtlinge für rund 10 € pro Tag unter zu bringen, was die kolportierten 600 Mio auf ein Fünftel reduzieren würde.

Eine Antwort auf eine von uns an den Berliner Senat gestellte Anfrage steht noch aus. Ein entsprechendes Update erfolgt zu gegebener Zeit an dieser Stelle.

Vorläufiges Fazit:

Ja der Berliner Senat scheint mit dem Gedanken zu spielen, eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, um Flüchtlinge unter zu bringen. Andererseits steht er aber auch für die Beschlagnahme etlicher Turnhallen in der Kritik.

Bezogen auf die Artikel – der Kopp Verlag stellt die Kosten in den Raum geht aber in keinster Weise auf die auch im Senat vorhandenen Zweifel ein, hier werden nur einzelne Mitarbeiter herausgestellt.

Für den Berliner Senat ist die Flüchtlingssituation ebenso wie für alle anderen beteiligten keine leichte Sache und mit erheblichen Anstrengungen und Aufwendungen verbunden.´

Autor: Jens H., mimikama.at

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