Falschmeldung: Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!)


Seit Jahren wird eine Warnung auf Facebook verbreitet die dem GPS-Schlüsselanhänger ähnelt. Eindringlich wird vor einer Carjacking Masche gewarnt und behauptet das diese aus dem benachbarten Ausland ihren Weg zu uns gefunden habe.

Angeblich soll man auf Zettel, die auf der Heckscheibe befestigt wurden, acht geben denn dies sei eine neue Methode für einen KFZ-Diebstahl. Bei unserer Recherche haben wir erstaunliche Parallelen zum Schlüsselanhänger Hoax festgestellt. Bereits seit 2004 soll laut snopes.com diese Warnung per Email um die Welt gehen.

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So sieht er Statusbeitrag auf Facebook aus:

WARNUNG DER POLIZEI!!!

Seien Sie vorsichtig und wachsam, es kommt sicherlich auch zu uns.
Nach Frankreich erreicht diese Methode nun schon ganz Deutschland und Österreich. Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!) Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor und legen den Rückwärtsgang ein.

Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen, bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe.

Sie halten an, steigen aus dem Auto um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht behindert.

Wenn Sie die Rückseite des Autos erreichen, taucht der Autodieb aus dem Nichts auf. Er steigt ein und fährt los. Sie stehen da und er fährt mit hoher Geschwindigkeit davon. Und wissen Sie was? Ich wette, Ihre Brieftasche oder Geldbörse ist noch im Auto.

So, jetzt hat der Autodieb Ihr Auto, Ihre Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel. Ihr Haus und Ihre Identität sind ihm ausgeliefert!

Sie sind bestens organisiert, und viele Autofahrer gehen auf diese Weise in die Falle.
Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres Autos bemerken, sperren Sie Ihre Autotüren mit dem Schlüssel zu, starten Sie und fahren Sie weg. Den Zettel entfernen Sie später. Übermitteln Sie diese E-Mail an Ihre Familie und Freunde. Ein Portemonnaie enthält viele wichtige Ausweis-Dokumente.
Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände gelangen.

Bitte senden Sie diese Nachricht an alle Ihre Freunde!!!!!

TEILEN!!! TEILEN!!!!! TEILEN!!!! TEILE!!!!!!

oder

Seien Sie vorsichtig und wachsam.
Nach Strasbourg erreichte diese Methode nun schon Frankreich und Deutschland. Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!)
Sie gehen auf den Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor und legen den Rückwärtsgang ein. Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe.
Sie halten an, steigen aus dem Auto um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht behindert.
Wenn Sie die Rückseite des Autos erreichen, taucht der Autodieb aus dem Nichts auf. Er steigt ein und fährt los.. Sie stehen da und er fährt mit hoher Geschwindigkeit davon.
Und wisst ihr was? Ich wette, Ihre Brieftasche oder Geldbörse ist noch im Auto. So. Jetzt hat der Autodieb Ihr Auto, Ihre Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel.
Ihr Heim und Ihre Identität sie sind ihm ausgeliefert!
Sie sind bestens organisiert, und viele Autofahrer gingen auf diese Art und Weise schon in die Falle.
Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres Autos bemerken, versperren Sie Ihr Auto und fahren Sie weg. Den Zettel entfernen Sie später. Ein Portemonnaie enthält viele wichtige Ausweis-Dokumente. Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände gelangen.
Danke für Ihre Verbreitung einer wichtigen Warnung.

Kann auch so aussehen:

Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!)
Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor und legen den Rückwärtsgang ein. Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen, bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe. Sie halten an, steigen aus dem Auto um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht behindert. Wenn Sie die Rückseite des Autos erreichen, taucht der Autodieb aus dem Nichts auf. Er steigt ein und fährt los. Sie stehen da und er fährt mit hoher Geschwindigkeit davon. Und wisst ihr was? Ich wette, Eure Brieftasche oder Geldbörse ist noch im Auto.
So jetzt hat der Autodieb Ihr Auto, Ihre Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel. Ihr Heim und Ihre Identität sind nun in den Händen der Diebe.
Sie sind bestens organisiert, und viele Autofahrer gehen auf diese Weise in die Falle. Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres Autos bemerken, versperren Sie Ihre Autotüren, starten Sie und fahren Sie weg. Den Zettel entfernen Sie später.
Übermitteln Sie diese E-Mail an Ihre Familie und Freunde. Ein Portemonnaie enthält viele wichtige Ausweis-Dokumente. Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände gelangen.
Danke für Ihre Verbreitung einer wichtigen Warnung.
Mit besten Grüßen
Claus XXXXXX
Polizeioberkommissar
XXXXXX

Nach Strasbourg erreichte diese Methode nun schon Frankreich und Deutschland

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Auf der Seite von Snopes erkennt man, dass diese Falschmeldung bereits im Jahre 2004 aufgetaucht ist:

Auszug:

[Collected via e-mail, February 2004

Imagine: You walk across the parking lot, unlock your car and get inside.
Then you lock all your doors, start the engine and shift into REVERSE.
Habit! You look into the rear-view window to back out of your parking
space and you notice a piece of paper, some sort of advertisement s
tuck to your rear window.
So, you shift into PARK, unlock your doors and jump out of your vehicle to remove that paper (or whatever it is) that is obstructing your …

Quelle und Verweis:

>> http://www.snopes.com/crime/warnings/carjack.asp

Update: 23.1.2013

Auch ein Polizeioberkommissar hat diese Meldung veröffentlicht:

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Nach Rücksprache mit dem Polizeioberkommissar wurden wir ersucht bekannt zu geben, dass die Nutzer den Beitrag bzw. das Mail NICHT TEILEN sollen!

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Update 28.3.2013:

Soeben haben wir erfahren, dass die Meldung bereits auch in den USA und im englischsprachigen Raum die Runde macht, denn am 20.3.2013 hat ein Nutzer folgendes veröffentlicht:

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und auch in SCHWEDEN wurde diese Falschmeldung bereits gesichtet:

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UPDATE 24.10.2013

Soeben wurde diese Meldung wieder veröffentlicht!
Diesmal soll diese Meldung angeblich von der Polizei in Graz (Steiermark/Österreich) stammen!

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Offizielle Pressemitteilung des Polizeipräsidium Mittelhessen-Gießen

08.02.2013 | 13:01 Uhr

POL-GI: Polizei weist auf kursierende Falschmeldungen hin – „Aprilscherze“ das ganze Jahr

Gießen (ots) – Mittelhessen: Immer wieder verbreiten Zeitgenossen Meldungen, die den Anschein haben, echt zu sein, an denen auch etwas dran sein könnte, die so leicht Angst machen sollen, sich aber bei kritischer Überlegung und Nachforschungen nicht als wahr herausstellen. Diese Meldungen nennt man HOAX. Aus dem englischen für hocus, Jux oder Schabernack, so wie ein Aprilscherz. Das Problem: zahlreiche Leichtgläubige versenden die falschen Warnungen all zu leichtfertig in Kettenbriefmanier in den neuen Medien, im Internet, in den sozialen Netzwerken oder per Mail weiter. In dem Glauben, etwas Gutes zu tun und andere zu warnen, verängstigen sie damit tatsächlich aber nur unnütz andere und verstopfen zudem die Internetwege. Deshalb bittet die Polizei Angeschriebene mit solchen „Aprilscherzen“ das ganze Jahr über kritisch umzugehen.

Haben sie in den letzten Wochen auch diese Mail erhalten oder die Warnung am Stammtisch gehört:

„Nach Strasbourg erreicht diese Methode nun schon ganz Frankreich und Deutschland. Achten Sie auf Zettel auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!) Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor und legen den Rückwärtsgang ein. Wenn Sie beim Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen, bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der Heckscheibe. Sie halten an, steigen aus dem Auto um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht behindert. Wenn Sie die Rückseite des Autos erreichen, taucht der Autodieb aus dem Nichts auf. Er steigt ein und fährt los.. Sie stehen da und er fährt mit hoher Geschwindigkeit davon. Und wisst ihr was? Ich wette, Ihre Brieftasche oder Geldbörse ist noch im Auto. So jetzt hat der Autodieb Ihr Auto, Ihre Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel. Ihre Haus und Ihre Identität sind ihm ausgeliefert! Sie sind bestens organisiert, und viele Autofahrer gehen auf diese Weise in die Falle. Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres Autos bemerken, sperren Sie Ihre Autotüren mit dem Schlüssel zu, starten Sie und fahren Sie weg. Den Zettel entfernen Sie später. Übermitteln Sie diese E-Mail an Ihre Familie und Freunde. Ein Portemonnaie enthält viele wichtige Ausweis-Dokumente. Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände gelangen. Bitte senden Sie diese Nachricht an alle Ihre Freunde. Danke für Ihre Verbreitung einer wichtigen Warnung“

Bei dem, was man täglich so mitgeteilt bekommt, scheint heute ja nahezu alles möglich. Diese Warnung kursiert seit etwa Anfang des Jahres verstärkt in Mittelhessen und sicher auch anderswo. Wenngleich eine allgemeine Vorsicht, auch bei der Sicherheit rund um das Fahrzeug immer angebracht ist, so ist diese Meldung doch als sogenannter Hoax (Schabernackmeldung) in der englischen Fassung schon bereits seit 2004 bekannt und entbehrt tatsächlicher Grundlage.

Ein anderer Hoax hielt sich im vergangen Jahr hartnäckig in Hessen und wollte uns „warnen“ und glauben machen:

„!!! Eine Warnung an „Alle“ !!! Derzeit werden an vielen Orten … an Tankstellen oder auf Parkplätzen, angeblich kostenlos, oder als Werbegeschenke Schlüsselanhänger, kleine Schmucksachen für das Auto … ect. … angeboten ! Nehmen Sie diese Artikel nicht an !!! Es ist ein Chip darin verarbeitet. Kriminelle Typen verfolgen Sie vom Tanken bis nach Hause, um so auf diese Weise feststellen zu können, wann Sie zu Hause sind oder nicht. Wenn Sie dann abwesend sind, werden sie die Gelegenheit nutzen und einbrechen! Nach Angaben der Polizei ist diese Art und Weise das Werk von Rumänischen Kriminellen! Eine neue Art von Kriminalität. Die Polizei in Holland hat „Alle“ Bürger vor diesen Betrügern gewarnt!“

Dieser Hoax ist bereits seit 2008 im Umlauf und findet über die Adressverteiler im Kollegen- und Bekanntenkreis immer wieder neue Verbreitung. Solche Hoaxes gewinnen erst recht an Popularität und amtlichem Charakter sowie kontraproduktiver Glaubwürdigkeit, wenn sie zudem von vertrauenswürdigen aber leichtgläubigen Behördenmitarbeitern in gutem Denken unsensibel weitergeleitet werden.

Die Zahl der Hoaxes wächst ständig und es sind meist Nachahmungen anderer bereits kursierender Falschmeldungen. Immer wieder bekommen sachkundige Polizeibeamte Hoaxes zugeleitet, die sie vor Jahren schon als solche gekannt haben, die aber anscheinend immer noch auf Verbreitungstour sind oder neu aktiviert wurden.

Was kann man tun, wenn man eine solche Mail erhält:

Seien sie kritisch! Senden Sie sie nicht einfach weiter, insbesondere nicht in dem Gedanken, etwas Gutes zu tun und auch andere vorsorglich ebenfalls warnen zu wollen. Die werden sich nicht freuen, sondern eher genauso verunsichert. Falls Sie meinen, die Warnung weiterleiten zu müssen, haken sie vorher eher nach, z.B. bei dem Absender, um zu erfahren, welche Erkenntnisse er gewonnen hat oder bei einer vielleicht angegebenen Adresse. Prüfen Sie doch mal den Wahrheitsgehalt. Und wenn ihnen dort beispielsweise ein deshalb bereits extra geschalteter Anrufbeantworter der benannten Institution berichtet, dass man mit der Meldung nichts zu tun hat und von weiteren Anrufen verschont bleiben möchte, können Sie von einem solchen, wenn auch vielleicht schlimmen „Aprilscherz“ ausgehen. Eines sollten Sie aber nicht tun: überschnell reagieren und leichtfertig die Meldung an ihren Adressverteiler weitersenden. Ähnliches gilt auch für Hoxes mit Virenwarnungen. Auch hier gilt es, kritisch mit solchen bereits zahlreich existierenden Warnungen umzugehen, bevor man das dort Beschriebene befolgt und am eigenen PC vielleicht Schaden anrichtet oder die Hoax-Meldung an seine Freunde und Bekannten weiterleitet, die dann vielleicht unter dem „Aprilscherz“ zu leiden haben.

Informationen und eine Liste und zu solchen Hoax hat übrigens die Technische Universität Berlin zusammengestellt. Deren Webseite http://hoax-info.tubi.tu-berlin.de/hoax/ bietet gute Informationsmöglichkeiten, auch um diese Art E-Mails einzuschätzen.

Willi Schwarz

Pressesprecher
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Verweis: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/43559/2412896/pol-gi-polizei-weist-auf-kursierende-falschmeldungen-hin-aprilscherze-das-ganze-jahr

Parallelen zum Schlüsselanhänger Hoax

Bei unserer Recherche haben wir erstaunliche Parallelen zum Schlüsselanhänger Hoax festgestellt.
>> http://www.mimikama.at/allgemein/hoax-gratis-schlsselanhnger-an-tankstellen/

Bereits seit 2004 soll laut snopes.com diese Warnung per Email um die Welt gehen.
Anfangs war noch von Einzelfällen vor amerikanischen WalMart Filialen die Rede, erst später wurde daraus „die neue Methode“ und der Text wurde modifiziert (Stille Post Prinzip?).

Wie auch bei den Schlüsselanhängern fanden Namen von Polizisten und Behörden ihren Weg in den Hoax und ließen ihn offiziell erscheinen.
Zum Beispiel hatte ein Polizist in den USA, in dem Glauben seine Töchter warnen zu müssen, die Mail mit der Signatur seiner Dienststelle weitergeleitet.

Auch wenn man solche Methoden nie zur Gänze ausschließen kann, kann man doch nicht von einer Carjacking Masche oder Welle sprechen.
Eine solche hätte höchst wahrscheinlich schon ihren Weg in die Medien außerhalb des Internets gefunden.



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