Fake-News erkennen


Fake-News, ein Begriff, der nun auch im deutschsprachigen Raum angekommen ist. Die Aufgabe, vor der nun die Nutzer sozialer Netzwerke stehen, liegt in der Differenzierung zwischen seriösen und echten News zu erfundenen Inhalten.

Was man machen kann

Falschmeldungen, die sich als News ausgeben, kann man grundsätzlich mit ein paar Handgriffen schon selbst enttarnen. Man muss zunächst zumindest nach erweckter Skepsis sich die richtigen Fragen stellen und ein paar Griffe anwenden.

Ein überspitzte Darstellung eines Inhaltes unter Auslassung von umsichtigen Erklärungen sollte ein erstes Alarmsignal sein.

Viel Meinung, wenig Inhalt, eine kaum belastbare Quelle, wenn überhaupt vorhanden, sowie stark verkürzte und nahezu auf Schlagzeilen komprimierte Darstellungen sollten mit Vorsicht genossen werden.

Schaue in das Impressum einer Webseite oder eines Blogs.

Hast Du es mit transparenten und seriösen Angaben zu tun oder eher einer wahllosen und nicht nachvollziehbaren Adressangabe eines Postfaches in Mittelamerika? Oder ist vielleicht sogar gar kein Impressum vorhanden? Nicht vorhandene Ansprechstellen sind eher kritisch einzuordnen.

Ebenso gilt es zu differenzieren: handelt es sich um einen Meinungsblog oder eine seriöse Presseseite?

Finden sich diese Inhalte auf anderen Medienportalen ebenso?

Hier hilft eine Googlesuche unter dem News-Reiter. Wurde dieses Thema von verschiedenen Journalisten jeweils aufbearbeitet oder findet sich lediglich ein reines Copy&Paste durch anonym betriebene Blogs wieder?

Trage Teile der Schlagzeile in die Google Suchzeile ein, ein oftmals gleicher Wortlaut der Meldungen weist auf unreflektierte Kopien hin.

Verrückte Situationen mit harten Bildern: gehört das Bild zu einer Geschichte oder gar die Geschichte zu einem Bild?

Sehr verbreitet ist der “Hybrid-Fake”, bei dem entweder das Bild eine reale Situation zeigt, der dazu gehörige Text jedoch falsch ist, oder aber ein Textinhalt korrekt ist, jedoch bildlich falsch in Szene gesetzt wird. Hier hilft eine Rückwärtssuche für Bilder:

Tipp für Fortgeschrittene: Rückwärtssuchen über Google oder TinEye Reverse Image Search werfen zuweilen kein Ergebnis aus, weil sie ein Bild nicht kennen oder gar nicht im Index aufgenommen haben. Hier kann die Bildersuche über Yandex erstaunliche Ergebnisse zuweilen liefern.

Grenze die Suche ein!

Wenn Du bemerkst dass ein Ergebnis offensichtlich doch nicht so brandneu ist, wie es Dir eine Webseite verkaufen möchte, dann wende im Schachtelprinzip beispielsweise den Zeitfilter an. Filtere Suchergebnisse nach ihrem Erscheinungszeitraum und finde dadurch heraus, wann eine Meldung beispielsweise das erste Mal veröffentlicht wurde.

Ein bequemer Weg unter der Voraussetzung, dass ein bestimmtes Thema bereits bei uns behandelt wurde, ist unsere Suchmaschine!

Unter http://hoaxsearch.com/ kannst Du mit Suchbegriffen auf klassische Weise nach Falschmeldungen suchen. Sollte hier unter Anwendung verschiedener Suchbegriffe kein Ergebnis zeigen, dann ist eine direkte Anfrage über unser Kontaktformular möglich.

1. FAKE/HOAX NEWS WEBSEITEN Gefahrengrad: Hoch

Fake / Hoax News-Seiten bedienen sich einer Art Satire, ohne jedoch lustig zu sein. Sie zielen auf die leichtgläubigen Leser, welche keine Quellen kontrollieren und die Nachrichten plump teilen. Diese Leser zweifeln Fake-News weder an, noch wollen sie diese überhaupt anzweifeln. Wir komplettieren hier: oftmals werden lediglich Überschriften reflektiert, die der eigenen Meinung entsprechen. Hier kommt der Begriff “postfaktisch” sehr nah.

2. CLICKBAIT WEBSEITEN Gefahrengrad: bedingt harmlos/gefährlich

Clickbait Webseiten nehmen zumeist eine Geschichte mit einem wahren Kern, greifen einen bestimmten Teilaspekt aus diesem Kern und dramatisieren diesen. Dabei werden andere Aspekte der Geschichte, die durchaus elementar wichtig für das Verständnis des Zusammenhanges wichtig sind, gerne vernachlässigt. Aufgrund dieser Teilbeleuchtung sind Clickbait-Geschichten meist eher nur der Unterhaltung dienlich, als Argumentationsaspekt sollte man sie jedoch vernachlässigen.

3. SATIREWEBSEITEN Gefahrengrad: harmlos

Satirewebseiten erstellen News und Artikel zur Unterhaltung. Sie sind zumeist als Satire deklariert oder zumindest im Impressum oder im “about me” Teil als Satire erkennbar. Die Inhalte sind zumeist völlig überdreht und daher auch als Satire identifizierbar. Die bekannteste deutschsprachige Satirewebseite ist “Der Postillon”, aber auch “Die Tagespresse” ist weit bekannt.

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