Facebook: Wenn Ihr nachts alleine auf der Straße unterwegs seid…


Ein Statusbeitrag sorgt seit Tage für Verunsicherung bei der Usern. Es geht um den Beitrag mit dem angeblichen Heimwegtelefon.

Heimwegtelefon, 03012074182

Im Wortlaut:

Gerade zufällig bei Facebook gefunden:

Wenn Ihr nachts alleine auf der Straße unterwegs seid und ihr niemanden habt (vielleicht weil es schon mitten in der Nacht ist),der euch wenigstens telefonisch begleiten kann, wählt die Nummer vom Heimwegtelefon.
Unter der Nummer 03012074182 (ist für ganz Deutschland zuständig) sitzen ehrenamtliche Menschen, die mit euch solange telefonieren, bis Ihr sicher an eurem Ziel angekommen seid. Dabei gebt ihr immer wieder euren aktuellen Standort durch, so das in einem Notfall schnell Hilfe geschickt werden kann.

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Was gibt es dazu zu sagen?

Zu dieser Telefonnummer gibt es die Webseite http://www.heimwegtelefon.de/ . Ziel ist es, zum einen das Gefühl zu geben, dass man nicht alleine unterwegs ist, zum anderen soll aber auch eine Außenwirkung dargestellt werden, welche fremde Personen abschreckt, die jemanden ansprechen wollen. Das Problem ist, dass sich diese von Beginn an in einer Testphase befindet.

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Die Webseite wurde über ein Jahr nicht mehr gepflegt.

Wir haben mit den Betreiberinnen Kontakt aufgenommen und am 12.1.2016 die Information erhalten, dass dieses Projekt “eingeschlafen” sei. Sprich der Dienst ist im Moment nicht verfügbar.

Diese Information bekamen wir am Mittag, heute Abend um 20:04 Uhr gab es eine weitere Neuigkeit. Soeben gab  Heimwegtelefon bekannt:

Was bisher geschah, warum ist es so still um Heimwegtelefon wurde und wie es weitergehen könnte…!Nachdem…

Posted by Heimwegtelefon on Dienstag, 12. Januar 2016

Im Wortlaut:

Was bisher geschah, warum ist es so still um Heimwegtelefon wurde und wie es weitergehen könnte…!

Nachdem Heimwegtelefon im Winter 2013 Hals über Kopf und ganz rudimentär gestartet ist, kamen nach und nach mehr Helfer und Freiwillige dazu. Die Medien stürzten sich auf uns und wir gaben ein Interview nach dem anderen. Jedes Wochenende saßen zuerst Anabell und ich, dann später zusätzlich noch einige andere Helfer am Telefon. Dazu gehört viel Vertrauen, denn schließlich ist es uns wichtig, dass nicht irgendwer telefoniert. Jeder Telefonist musste einen längeren Prozess durchlaufen, um bei uns unterstützen zu können. Das bedeutete sehr viel Arbeit für uns und einige Wartezeit für die Helfer.

Schnell merkten wir, dass viele, die sich als Helfer meldeten dann doch nicht so genau überlegt hatten wie viel Zeit sie investieren möchten. Die Erwartungen an uns waren sehr hoch und jeder wünschte sich, dass Heimwegtelefon schon super professionell funktioniert. Nun, so ist das leider bei einer Initiative oder einen Start-up nicht immer, vor allem nach einem Turbostart. Die knappe Zeit neben dem Vollzeitjob muss intensiv und optimal genutzt werden, da kann es nicht für jede Herausforderung ein Konzeptpapier geben. Es muss improvisiert werden. Es ist sehr wichtig, dass alle versuchen die Initiative voranzubringen und dass man als Initiator auch lernt abzugeben und abzuwägen. Mir fiel das besonders schwer,es war ja schließlich unsere Idee.

Nun standen persönliche Veränderungen der Gründerinnen bevor und die Kommunikation zwischen Nord- und Süddeutschland wurde zwischenzeitlich schwieriger. Als sich das gelegt hatte, war der Punkt gekommen, dass wir Heimwegtelefon offizieller machen wollten, wir waren endlich so weit ein gemeinnützige Unternehmergesellschaft zu gründen. Das geschah mit Hilfe von Anwälten und ist auch heute noch nicht komplett abgeschlossen. Danach wurde es wieder schwerer mit der Kommunikation, wir waren beide viel mit unseren Jobs beschäftigt, Heimwegtelefon lief nebenbei ganz gut, entwickelte sich aber nicht sehr viel weiter.

Wie aus dem nichts fielen plötzlich Steine in unseren Weg. Es war schwierig Helfer für Telefonschichten einzuteilen und es telefonierten immer die selben wenigen. Plötzlich hatten wir immer wieder Ausfälle der Hotline, sodass Heimwegtelefon teilweise gar nicht erreichbar war. Kurze Zeit später wurde unser e-Mail Postfach zugespamt und nicht viel später die Webseite gehackt.
Nun versuchte ich an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen, was mir nicht gelang. Als ich dann endlich die Inhalte der Webseite „desinfiziert“ hatte, begann die Sisyphusarbeit Bilder wieder zuzuordnen, Beiträge hochzuladen und Inhalte einzupflegen. Der Spam auf unsere e-Mail Konten, wurde zum Glück ein klein wenig milder, aber nicht behoben.

Ruhen lassen kann ich so ein wunderbares Projekt nicht. Zwischenzeitlich habe ich ein wenig an der Telefonverbindung gebastelt. Sie ist zwar noch immer rudimentär und keinesfalls professionell, aber sie sollte erst einmal funktionieren. Ob sie einem riesigen Ansturm stand hält, weiß ich nicht.
Es hat sich mittlerweile jemand gefunden, der die Webseite wieder funktionstüchtig machen wird und eine administrative Unterstützung habe ich auch gefunden.

Nun stellt sich vor allem nach den aktuellen Ereignissen die Frage, wie es weitergehen soll. Besonders der viele Zuspruch, den das Heimwegtelefon momentan wieder bekommt, motiviert zum Weitermachen und Neustarten.
So einfach ist das leider nicht. Uns erreichen täglich sehr viele Anfragen, von Menschen, die am Telefon helfen wollen, sich mit Webseiten oder Grafik auskennen oder auf einem anderen Fachgebiet helfen möchten, wir erhalten sehr viele Interviewanfragen oder einfach nur Fragen zum Heimwegtelefon. Diese alle zu beantworten würde täglich 2-3 Stunden in Anspruch nehmen und damit sind die e-Mails nur beantwortet, die daraus resultierenden Aufgaben sind dann leider noch nicht erledigt.

Für einen Neustart braucht das Heimwegtelefon dringend ZUVERLÄSSIGE Helfer. Wenn jemand helfen möchte einen professionellen Telefonleitfaden zu schreiben, muss er sich im Klaren sein, dass das bedeutet diesen beispielsweise in den nächsten zwei Wochen zu schreiben. Wer als Telefonist helfen will, sollte wissen, dass wir ihn vorher kennenlernen möchten, es ein paar Wochen dauern kann, bis das erweiterte Führungszeugnis da ist und die Soft- und Hardware funktionieren. Wenn das so weit ist, muss sich für Telefonschichten eingetragen werden, die sind dann zwischen mindestens 22 und 2 Uhr. Während der Schicht kann es sein, dass die Zeit vor lauter Anrufen im Flug vergeht oder auch mal keine Anrufe sind.
Eine e-Mail, dass man helfen möchte ist schnell geschrieben, leider hatten wir bei der Umsetzung bisher wenig Erfolg. Ich möchte, dass Heimwegtelefon weiter genutzt werden kann, dafür brauche ich allerdings eure Hilfe!

Was braucht Heimwegtelefon für den Neustart:
• Telefonisten
• Sponsoren (zum Beispiel für eine stabile einfach funktionierende Hotline und die wiederkehrend anfallenden Kosten)
• Unterstützung für das Administrative (Sponsorensuche, Spenden sammeln, Telefonleitfaden, Interviews…)

Ich würde mich freuen mit euch gemeinsam das Heimwegtelefon 2.0 zu starten!

Liebe Grüße
Frances

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