Facebook-Anleitung: Panikmache leicht gemacht!


Eine gewollte Panikmache auf Facebook läuft meist immer nach einem gleich Muster ab.

Meist hat irgendein Freund, von einem Bekannten deren Friseur gesagt, dass in einem bestimmten Ort zur Zeit ganz komische Gestalten, die wahrscheinlich aus irgendeinem Land, rumlaufen und was weiß ich nicht alles anstellen. Meist soll man dann auch auf seine Kinder oder Katzen aufpassen, denn diese Gestalten haben es immer nur auf diese abgesehen.

Panikmache leicht gemacht!

Der Radiosender SWR3, mit dem wir schon einige Interviews führen durften, hat auf seiner Facebook-Seite nun eine Anleitung veröffentlicht. In der Anleitung befindet sich für den User bereits ein vorgefertigter Text sowie diverse Platzhalter. Diese muss der User nun nur noch ausfüllen.

image

Der Statusbeitrag / Die Anleitung LIVE auf Facebook:

Panikmache leicht gemacht!!! Schnell ausfüllen und an den ganzen Freundeskreis schicken!!!

Posted by SWR3 on Mittwoch, 20. Januar 2016

Ernster Hintergrund!

Es ist nicht relevant wie absurd diverse Statusmeldungen klingen, sie schaffen es immer wieder auf Facebook große Kreise zu ziehen. Falschmeldungen über Flüchtlinge werden meist gezielt von Usern gestreut um Hass und Hetze zu verbreiten. JA es gibt Flüchtlinge die kriminelle Handlungen begehen. Darüber wird auch im Moment vermehrt in den Medien berichtet.


SPONSORED AD

Aber es gibt auch Statusbeiträge, die immer nach dem selben Schema niedergeschrieben werden. Ein Beispiel dazu hat SWR3, eben in o.a. Form, veröffentlicht.

Bei solchen Statusbeiträgen gibt es auch zu 99,9% keinen Quellenverweis bzw. findet man bei solchen Meldungen auch keine Informationen bei der Polizei vor. Diese Meldungen entstehen immer in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und werden dann auch nur innerhalb dieser verteilt.

Woran erkenne ich als User eine Falschmeldung eigentlich?

Es wird meist sehr stark dramatisiert. Meist ist auch ein feindlicher Unterton herauszulesen und wie SWR3 es bereits aufzeigt hat der Ersteller selbst nie etwas davon gelesen oder gehört. Es ist immer der Freund, der Bekannte usw. von dem er es gehört hat.

Nicht unreflektiert teilen!

Nicht jeder Fake / jede Falschmeldung ist sofort leicht zu entlarven. Wenn also eine Meldung nur auf Facebook und/oder Twitter zu lesen ist, dann raten wir Abstand davon zu nehmen und diese Meldung nicht gleich zu teilen.

Man sollte sich auch den Ersteller des Beitrags unter die Lupe nehmen und auch seine Gefolgschaft! Und auch hier gilt wieder sich die Frage zu stellen wo die eigentliche Quelle der Aussage liegt. Auch wenn es ein neuer Statusbeitrag ist, der über einen aktuellen Fall berichtet, dann sollte man nicht schnell auf den TEILEN-Button klicken.

Das selbige gilt für skurrile Meldungen, die so wundersam klingen, um überhaupt wahr zu sein. Mit ein wenig Menschenverstand und Bauchgefühl kann man es bereits im Vorfeld vermeiden, auf Falschmeldungen hereinzufallen.

Ja die eigene Recherche der Quelle kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber diese sollte man aufwenden und einer persönlichen Blamage vorzubeugen.

Dir hat dieser Bericht gefallen- oder wir konnten dir mit diesem weiterhelfen? Dann würden wir uns über eine Unterstützung sehr freuen.


Zuerst schützen-dann klicken! Schütze auch du deinen Desktoprechner, dein Tablet-sowie dein Smartphone vor Internetbetrug, Trojanern und Viren sowie vor Datenklau.




SPONSORED AD



Hinweis: die Verwendung von Inhalten in Zitatform und Grafiken (auch Screenshots) aus diesem Artikel ist nicht ohne Nennung der Quelle und direkter Verlinkung gestattet.


Du möchtest uns etwas melden?

Dann verwende bitte dazu unser Meldeformular » Fake melden

Dir hat dieser Bericht gefallen- oder wir konnten dir mit diesem weiterhelfen?
Dann würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen.
PayPal

Mit deiner Unterstützung können wir auch weiterhin das Internet ein Stück sicherer machen und dich und andere Internetuser unterstützen.

Autor

mimikama.at ist eine internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten.


Medienanfrage zu einem Mimikama-Artikel? Senden sie uns eine E-Mail


Du möchtest die wichtigsten Artikel bequem zusammengefasst per E-Mal erhalten?
Dann einfach deine E-Mailadresse hier eintragen und abonnieren!

Deine E-Mail-Adresse:

Kommentieren nicht möglich.