Die Polizei äußert sich zu erfundener Vergewaltigung auf Facebook


In einer Facebook-Gruppe sorgte ein Statusbeitrag für heftige Diskussionen. Ein Nutzer hat in diesem behauptet, dass eine Freundin von ihm in Lindau-Zech von sieben Männern angegriffen, misshandelt und sogar vergewaltigt worden sei. Angeblich seien dies Flüchtlinge gewesen.

Um diesen Statusbeitrag, der mittlerweile entfernt wurde, handelt es sich:

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Stimmt nicht! Vergewaltigung wurde erfunden und dies hat Folgen!

Am Nachmittag des 26. Dezember 2015 erhielt die Polizeiinspektion Lindau Kenntnis von einem vermeintlichen Sexualdelikt, welches sich am Vorabend im Stadtgebiet Lindau ereignet haben soll und nun Anlass einer intensiven Diskussion in den sozialen Medien sei.


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Zu diesem Zeitpunkt konnte in einem Forum in den sozialen Medien ein Eintrag festgestellt werden, aus dem hervorging, dass eine junge Frau von mehreren Personen attackiert, misshandelt und letztendlich von zwei Männern vergewaltigt worden sei.

Ergänzend wurde angeführt, dass es sich bei den vermeintlichen Tätern um Flüchtlinge arabischer bzw. afrikanischer Abstammung gehandelt hätte und die Frau aufgrund ihrer Verletzungen stationär im Krankenhaus behandelt werden müsse.

Der Eintrag führte in der Folge zu intensiv geführten Diskussionen und entsprechenden, teilweise emotional geprägten Kommentierungen im Internet.

Parallel dazu erreichten die Polizei Lindau mehrere telefonische Hinweise auf diesen Eintrag bzw. Rückfragen, warum dieser Vorgang von der Polizei „verschleiert“ wird.

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Bis zum Samstagabend war bei der Polizeiinspektion Lindau kein derartiger Vorgang, weder durch die angeblich betroffene Frau noch durch etwaige Zeugen, zur Anzeige gebracht worden. Rückfragen bei den umliegenden Polizeidienststellen sowie den Krankenhäusern, auch in Österreich, blieben ebenso ergebnislos.

Im Laufe des Abends gelang es den Beamten der Polizeiinspektion Lindau, den 39-jährigen Urheber des Eintrags sowie die angebliche Geschädigte zu kontaktieren und zum Sachverhalt zu befragen.

Zwischenzeitlich steht fest, dass es einen derartigen Vorfall nicht gegeben hat und dieser frei erfunden wurde.

Die weiteren Ermittlungen und Vernehmungen müssen klären, ob der Vorfall strafrechtliche Konsequenzen gegen eine der beteiligten Personen nach sich zieht.

Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
Recherche: Mike S., mimikama.at

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