Apple Nutzer aufgepasst! Zugangsdaten in Gefahr.


“Apple ID aus Sicherheitsgründen deaktiviert”. so lautet der Hinweis einer gefälschten Mitteilung, welche aus der Feder von Apple stammen soll. Doch dem ist nicht so! Mit Hilfe dieser Nachricht sollen Apple-Nutzer betrogen und um Ihre Logindaten gebracht werden.


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Wer auf die folgende Mail eingeht und sich der vermeintlichen Sicherheitswarnung hingibt, wird seine Zugangsdaten an Betrüger verlieren. “Was sollen die mit diesen Daten machen?” fragen sich nun viele. Nun, im Apple-Account liegen ein paar Dinge sichtbar, die für Betrüger durchaus nützlich sein können: Name , Anschrift, Telefonnummer, E-Mail Adresse, sowie die letzten 4 Stellen der der Kreditkartennummer. Mit diesen Daten ist es möglich, an anderen Stellen eine falsche Identität aufzubauen oder sich zu authentifizieren und weitere Zugänge zu bekommen.

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Dort steht im barrierefreien Klartext:

Apple ID aus Sicherheitsgründen deaktiviert

Lieber [***],

Ihre Apple ID [***]n@hotmail.com ist aus Sicherheitsgründen deaktiviert worden!

Jemand hat versucht, auf Ihr Apple-Konto von einem anderen IP-Adresse anmelden.

Bitte bestätigen Sie Ihre Identität heute, sonst wird Ihr Konto deaktiviert weil. unsere Sorge um die Sicherheit und Integrität der Apple-Gemeinde.

Um Ihre Identität zu überprüfen, empfehlen wir Ihnen, gehen Sie zu:

Jetzt Prüfen >

Wer nun auf “Jetzt prüfen” klickt, wird auf eine Seite im Web geleitet.

Betrug!

Der Phishingschutz von Kaspersky Internet Security schlägt direkt an: es handelt sich bei der Mail und ihrem eingebauten Link um einen Betrugsversuch!

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Ohne Schutzmechanismen öffnet sich eine Seite, welche dem Login von Apple nachempfunden ist. Ebenso hat man versucht, mit Hilfe der Konstruktion und Zusammenstellung verschiedener Begriffe eine Scheinauthentizität aufzubauen : appleid.apple.com-cancellation.form-5303.katehennessy.com.au

Screenshot der gefälschten Seite:

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Wer jier nun Angaben macht, verliert diese an Betrüger, die dann Zugriff auf auf die Apple ID haben. Abschließend bekommt man noch einen kleinen Hinweis, welcher natürlich auch frei erfunden ist:

Your email address is invalid or your IP address has been blocked please try again.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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Autor

Andre Wolf, Mitarbeiter bei „Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch". Nach mehreren Semestern Theologiestudium und einigen Jahren Berufserfahrung als Verantwortlicher für Medien und Kommunikation ist nun die Analyse von Internetinhalten, speziell der sozialen Medien Wolfs Fachgebiet.


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