Antiterroreinsatz in Oederan?


Oederan in Sachsen – eine kleine Stadt, welche unweit der tschechischen Grenze sehr idyllisch liegt.

Und nun liest man seit ein paar Stunden auf einmal von einem Antiterroreinsatz, welcher sich angeblich bereits am gestrigen Freitag (13.11.2015) in dieser Stadt zugetragen haben soll.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Die Statusmeldung eines Privatprofils vom 14. November um 14:50 Uhr sagt aus:

Oederan/ Sachsen,

am frühen Freitag Nachmittag ist in Oederan, Sachsen, Landkreis Mittelsachsen ein Bus mit etwa 40 syrischen Flüchtlingen gestoppt worden. Nach inoffiziellen Angaben handelte es sich hier um einen Antiterroreinsatz der Polizei. Den Beamten gelang es wohl noch im letzten Moment einzuschreiten, denn mehrere IS-Kämpfer sollen sich an Bord dieses Buses aufgehalten haben. Der österreichische Bus, welcher auf den weg in die Erstaufnahmeeintichtung Chemnitz unterwegs war, wurde kurzzeitig von mehreren Beamten des SEK umstellt und gestürmt. 11 Personen sollen in Gewahrsam genommen worden sein. Bislang sind die Ermittlungen im vollen Gange und es kommt auf der B173 in Oederan zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Weiterer Informationen liegen noch nicht vor.

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Der einzige Einsatz, welcher hier stattgefunden hat, war eher bei Photoshop!

Bildbearbeitung

Dieses Bild ist eine Bearbeitung, der “streng geheime” Einsatz hat nie stattgefunden. Wir haben auf dem Bild entsprechende Elemente markiert, welche einfach in das Bild eingebaut wurde.

Das Originalfoto zeigt nichts anderes als eine Buspanne:

bus

Warum?

Ganz ernsthaft, warum “erschafft” man derartige Bilder? In der letzten Nacht fand einer der schlimmsten Terrorangriffe der letzten Jahre statt, er war real und die Auswirkungen sind immer noch zu spüren. Warum will nun jemand dieses “toppen” und erfindet einen angeblichen Antiterroreinsatz?

Das sind genau diese Arten von Fakes, welche in Anbetracht der vielen Toten, Verletzten und auch der Hinterbliebenen nicht nur geschmacklos sind, sondern auch zu verurteilen sind.

Wer nun sagt: „sowas teilt doch niemand“, der liegt völlig daneben: in drei Stunden mehr als 1200 Mal geteilt.
Pro Stunde also 400 Mal – pro Minute dementsprechend knapp 7 Mal.oede2

Derartige Bilder sind überflüssig!

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Autor

Andre Wolf, Mitarbeiter bei „Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch". Nach mehreren Semestern Theologiestudium und einigen Jahren Berufserfahrung als Verantwortlicher für Medien und Kommunikation ist nun die Analyse von Internetinhalten, speziell der sozialen Medien Wolfs Fachgebiet.


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