2800 € Begrüßungsgeld für Asylbewerber? Viel Wind um …..


…. eine kleine Quellenanalyse. Denn diese wollen wir kurz – sehr kurz hier betreiben.

Denn bei der sich viral verbreiteten Meldung, Asylbewerber bekämen 2800 € Begrüßungsgeld, muss man Aufmerksam schauen, wo der Ursprung dieser Meldung liegt.

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(Screenshot: Killerbeesagt)

Diese Meldung im ganzen lautet:

Gestern im Mediamarkt: in der Smartphone-Abteilung, wo sich meine 16 jährige Enkelin ihr Handy, für welches sie sich das Geld mit samstägigen Arbeiten neben der Schule her verdient hatte, aussuchte, war die Abteilung überlaufen mit offensichtlich neu eingetroffenen dunkelhäutigen jungen Männern, die sich mit den neuesten Smartphone eindeckten. An der Kasse wurde bar bezahlt. Wie geht das, frage ich mich.

Später in der Fußgängerzone fielen mir ebenfalls ganze Gruppen von “Bunten Neuzugezogenen” auf, alle gekleidet in Markenjeans und nagelneuen Markenturnschuhen. Wie kann das sein? Es gibt eine ganze Menge einheimischer Menschen, die sich das alles nicht leisten können. Selbst meiner Enkelin fiel auf, dass die alle nicht sehr vom Krieg traumatisiert aussehen, sondern sich offensichtlich bester Gesundheit erfreuen. Frauen und Kinder waren da nirgends zu sehen. Bei uns ganz in der Nähe werden derzeit ehemalige Franzosenkasernen mit Asylbewerbern vollgestopft. Da stehen mir die Nackenhaare zu Berge. Werde wohl mein Kontingent an Klingendraht nochmals aufstocken zur Grundstücksicherung nach dem Crash.

Die sollen pro Person € 2.800 vom Staat als “Erstausstattung” bekommen.
(Zitat von: Killerbeesagt)

Fundorte und Analyse

Neben der Seite “Killerbeesagt”, welche sich natürlich mit Themen wie ““Flüchtlinge”: Wann ist es genug?”“ oder gar einer Hitlerrede, die per Video eingebettet ist, befasst, findet man die Angaben zu den angeblichen 2800€ Begrüßungsgeld auf Portalen wie PI-News, Deutsche Lobby und auch … dem Netzplaneten.

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(Screenshot: Killerbeesagt)

Hier verlinkt gerne mal der eine auf den anderen, so verlinkt die Seite mit dem urdeutschen Namen “Killerbeesagt” auf den Netzplaneten und nennt diesen als Quelle, der Netzplanet selber sagt dann, er hätte die ganze Aussage auf “Hartgeld.com” gefunden und es sei eine Leserzuschrift.

Ääähhhh – wie bitte? Leserzuschrift?

Da war doch was! Diese ominösen Leserzuschriften haben wir doch schon betrachtet! (siehe http://www.mimikama.at/allgemein/pseudonyme-hass-und-propaganda-tglich-schiet-der-netzplanet/)

Seit einiger Zeit lesen wir bei gewissen Titeln immer wieder den Zusatz “Leserzuschriften”: verschiedene Titel und Themen bekommen den Zusatz einer Leserzuschrift oder eines Leserkommentars:

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(Screenshot: Netzplanet)

Was das im Klartext Bedeutet, muss man sich mal so richtig auf der Zunge zergehen lassen! Mit diesem Zusatz im Titel nimmt sich eine Seite das Recht heraus, eine wilde These propagieren zu können, weil ein Leser (wenn es denn einer ist) dieses so behauptet. So wird zum Beispiel eine völlig anonyme und unbelegte Aussage von einer Seite Namens hartgeld.com entnommen und unreflektiert widergegeben.

Nochmal: Dieser These unterliegt keinerlei Beweismaterial, kein Name, kein Ort, kein gar nichts. Es handelt sich lediglich um den kurzen Text einer völlig anonymen Person, die diesen Text als Kommentar verfasst hat.

Auch wenn nun diverse Seiten mit politischer Motivation hier fröhlich die Quelle bei dem anderen zu finden angeben, so ist und bleibt es ein kleiner, ungewichtiger Kommentar eines Namenlosen auf einer Webseite.

Wer sich aber wirklich ernsthaft mit den geltenden Sätzen für Asylbewerber auseinandersetzen möchte, kann dies bei offiziellen Stellen problemfrei machen: http://www.berlin.de/sen/soziales/berliner-sozialrecht/land/rdschr/2015_03.html

Aber Vorsicht, bei dieser offiziellen Quelle findet man nicht so einfache Sätze wie

Die sollen pro Person € 2.800 vom Staat als “Erstausstattung” bekommen.

Autor: Andre, mimikama.at



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